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europäischer tourismus
14.11.2017
Europas Tourismus mit starkem Wachstum im Sommer
Der europäische Tourismus verblieb während der Sommermonate 2017 weiterhin rege. Positive Ergebnisse spiegeln die Belastbarkeit des Sektors und die positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europas Quellenmärkten wider, wie die europäische Tourismuskommission meldet.

Laut des aktuellen Berichts der Europäischen Tourismuskommission «Europäischer Tourismus - Trends und Aussichten», stiegen die internationalen Besucherzahlen in Europa in den ersten acht Monaten des Jahres im Vergleich zum selben Zeitraum in 2016 um 8 Prozent an. Ungeachtet anhaltender Sicherheitsbelange und geopolitischer Spannungen konnte die Mehrheit der Reiseziele (32 von 34) erhöhte Besucherzahlen feststellen und über die Hälfte sogar eine zweistellige Zunahme vorweisen.

Eduardo Santander, Geschäftsführer der Europäischen Tourismuskommission sieht bei der europäischen Tourismusnachfrage eine Aufschwungbewebung. «Dieser Aufschwung kennzeichnet das achte Wachstumsjahr in Folge, trotz Sicherheitsbelange und geopolitischer Herausforderungen. Zur Wachstumsförderung und Stärkung der europäischen Tourismusbranche müssen Tourismusakteure mit vereinten Kräften Initiativen entwickeln», erklärt Eduardo Santander.

Trotz begrenzter Unterkunftskapazitäten und infrastrukturellerEinschränkungen behält Island (+30%) seinen Aufschwung bei. Reiseziele, die zuvor von Sicherheitsfragen betroffen waren, scheinen sich auf dem Wege der Besserung zu befinden; die Türkei (+26%) konnte, unterstützt durch die vermehrte Einreise russischer Touristen, einen beeindruckenden Aufschwung verbuchen.

Auch Belgien konnte mit +12% einen gesunden Anstieg aufweisen. Ebenfalls zu den Spitzenreitern zählten die südlichen/mediterranen Reiseziele Slowenien, Serbien (beide +19%), Malta (+17%) und Zypern (+15%). Spanien erwies sich trotz der Terroranschläge in Barcelona im August als belastbar und meldete einen Besucheranstieg von 10%.

Europas grösste Quellmärkte bleiben weiterhin der Schlüssel zur Wachstumsförderung
Mehr als drei von vier Reisezielen meldeten eine Zunahme aus Grossbritannien seit Jahresbeginn. Das geschwächte Pfund konnte britische Urlauber nicht von internationalen Reisen abhalten.

Nach jahrelangem Rückgang werden Reiseströme von Russland nach Europa langsam wieder hergestellt. Alle bis auf eines von 33 Reisezielen erfuhren eine Markterholung. Die Türkei (+800%) wies die grösste Zunahme auf, nachdem Russland die Reisebeschränkungen für seine Bürger in das Land aufgehoben hatte.

Mit einer geschätzten Zunahme von 17 Prozent konnten europäische Reiseziele 2017 einen erheblichen Anstieg von Besuchern aus China feststellen. Die Stärkung der chinesischen Wirtschaft und die rasche Ausdehnung der chinesischen Mittelklasse kurbeln Auslandsreisen weiterhin an.

Mit Besucherzahlen, die seit Jahresbeginn bis heute schätzungsweise um 14 Prozent angestiegen sind, treibt ein stärkerer US-Dollar trotz einer kürzlichen Abwertung Transatlantikreisen weiterhin voran. Reisen aus Indien nach Europa zeigen ebenfalls einen soliden Entwicklungstrend (+14%).

Ein positives Verbrauchervertrauen und Privatverbrauch unterstützen das Wachstum. Es wird davon ausgegangen, dass beide Faktoren die Reisenachfrage weiterhin ankurbeln und die Bedeutung Indiens als Quellemarkt verstärken. (ots/npa)

  
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