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saison-monitoring
5.01.2018
Guter Saisonstart für die Schweizer Skigebiete
Die Schweizer Seilbahnen sind erfreulich in die Wintersaison gestartet, wie das aktuelle Saison-Monitoring von Seilbahnen Schweiz (SBS) zeigt. Die tiefer gelegenen Skigebiete profitierten von den frühen Schneefällen extrem – insbesondere im Vergleich mit den schneearmen letzten Jahren.

Im vergangenen Jahr mussten viele Wintersportgebiete in den Voralpen bis in den Januar auf ausreichende Schneefälle für den Skibetrieb warten. Entsprechend drastisch ist die Bilanz zum Saisonstart: Bis Ende Dezember verzeichneten die Ostschweiz eine Verdoppelung, die Waadtländer und Freiburger Alpen fast eine Vervierfachung und das Tessin gar eine Verzehnfachung der Gästezahlen.

Diese Regionen hätten in den letzten zwei Jahren besonders unter den verspäteten Wintereinbrüchen gelitten, heisst es im am Freitag publizierten Saison-Monitoring von Seilbahnen Schweiz (SBS). Die Seilbahnen konnten nun dank der frühen und ausgiebigen Schneefälle entsprechend stark zulegen.

Insgesamt nahm die Zahl der Gäste (Ersteintritte) um 36,4 Prozent zu. Verglichen mit dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre steht die Wintersaison 2017/18 bisher mit einem Plus von 13,6 Prozent da.

Seilbahnen Schweiz hält angesichts der tiefen Vergleichswerte den Ball flach. Der Saisonstart sei «erfreulich, jedoch nicht rekordverdächtig», heisst es.

SBS-Präsident Dominique de Buman bilanziert: «Für die laufende Saison ist nun ein gutes Fundament gelegt.» Die zwei Ferienwochen mit Weihnachten und Jahreswechsel seien für die Bergbahnen sehr wichtig, da sie in diesen Tagen bis zu einem Fünftel des Jahresumsatzes erwirtschaften. Und wenn das Wetter mitspiele, dürfte es zumindest wieder einmal «einen normalen Winter» geben.

Welchen Einfluss die neuen Angebote wie die tiefpreisigen Crowdfunding-Saisonabonnements oder die tagesvariable Preisgestaltung auf den Saisonverlauf haben, lasse sich noch nicht beurteilen. Erste Einschätzungen seien frühestens Ende Saison möglich. Und für fundiertere Aussagen dürften sogar mehrere Saisons nötig sein, hält SBS weiter fest. (sda/htr/npa)

Region Veränderung zum 5-Jahresdurchschnitt Veränderung zum Vorjahr
Graubünden 0,4 % 15,6 %
Zentralschweiz 33,5 % 73,3 %
Ostschweiz 41,3 % 115,5 %**
Berner Oberland 13,7 % 61,4 %
Waadtländer u. Freiburger Alpen 103,2 % 273,8 % **
Wallis 4,3 % 11,8 %
Tessin 12,3 % 895,8 %
Schweiz 13,6 % 36,4 %

 

* Fünf-Jahres-Durchschnitt: 2012/13 bis 2016/17

** Die Steigerung ist in diesen Regionen besonders markant, weil dort im Vorjahr im November/Dezember mangels Schnee nur ganz wenige Skigebiete überhaupt geöffnet hatten – und wenn, dann auch nur stark reduziert.

  
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