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9.02.2017
«Kuoni Schweiz» hat «das Gröbste hinter sich»
Laut Dieter Zümpel, Kuoni-Chef Schweiz, hat der Reiseanbieter die Talsohle durchschritten. Von nun an soll es wieder bergauf gehen – dies gilt sowohl für die Umsätze wie auch für den Stellenabbau.

«Wir haben bei den betriebsbedingten Kündigungen das Gröbste hinter uns», so Kuoni-Chef Dieter Zümpel. Im Jahr 2016 baute Kuoni Schweiz rund acht Prozent der Stellen ab. Die Zahl der Mitarbeiter sank von 1323 auf 1216. Natürlich müsse sich Kuoni Schweiz weiterhin um Effizienz bemühen, aber die Geschwindigkeit beim Sparen werde verlangsamt, sagte Zümpel im Interview mit dem Branchenmagazin «Travel Inside» nach seinen ersten 100 Tagen als Kuoni-Schweiz-Chef. Nun müsse der Reisekonzern an der Umsatzsteigerung und an der Marktrelevanz arbeiten.

Kuoni noch nicht auf Kurs
Der Schweizer Reiseanbieter, der im September 2015 an die deutsche Rewe-Gruppe verkauft wurde, habe in den vergangenen drei Jahren teils schmerzliche Umsatzrückgänge erlebt. Auch 2016 werde Kuoni mit einem deutlich zweistelligen Minusergebnis abschliessen, stellte Zümpel in dem am Donnerstag veröffentlichten Interview in Aussicht. Dieter Zümpel zeigt sich jedoch optimistisch. Jetzt, Anfang Februar, sei die Talsohle durchschritten, von nun an gehe es bergauf.

Die günstige Pauschalreisemarke Helvetic Tours wachse exorbitant, bei den Spezialisten liege ebenfalls ein gutes Plus drin. Die Marke Kuoni hingegen, die sich dazwischen positioniert, sei jedoch noch nicht auf Wachstumskurs. Spuren des Verkaufs 2015 kaufte die Rewe-Tochter «DER Touristik» das europäische Reiseveranstaltergeschäft von «Kuoni Schweiz».

Im Februar 2016 wurde bekannt, dass das verbliebene Kuoni-Geschäft mit dem Verkauf von Reisekomponenten an andere Reisefirmen sowie das Visa-Geschäft an die skandinavische Beteiligungsgesellschaft «EQT» geht. Das sorgte auch für Verwirrung bei den Kunden, ob der Reisekonzern überhaupt noch Reisen verkauft. Kuoni habe in der Bekanntheit gelitten und leide nach wie vor in der Partnerschaft mit den Vertriebspartnern, sagte Zümpel.

Zudem muss sich «Kuoni» vor weiteren strategischen Weichenstellungen noch mit der «Kuoni Group» entflechten und die Integration in die IT-Systeme der neuen Mutter «DER Touristik» vornehmen. Allzu viel Zeit, den Reisekonzern wieder auf Kurs zu bringen, gibt sich Zümpel indes nicht: «2018 müssen wir zurück in die Gewinnzone», so der Kuoni-Chef. (sda/og)

  
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