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19.03.2018
Luftseilbahn-Ausstellung macht Halt in Nidwalden
Drei Ausstellungsorte – ein Thema: Die Trilogie «Luftseilbahnglück» ist nach Stationen in Flims und Zürich ab dem kommenden Freitag auch in Nidwalden zu sehen. Der Kanton hat zwar landesweit die höchste Luftseilbahndichte, erlitt aber auch ein Seilbahnsterben.

Was haben ein Stehlift für Badegäste, ein sogenannter Mistvogel und die Sesselbahn vom Trübsee zum Jochpass gemeinsam? Sie alle sind Teil einer Ausstellung, die sich mit der Geschichte und Gegenwart von Luftseilbahnen in der Schweiz auseinandersetzt und im Nidwaldner Museum Salzmagazin Vernissage feiert.

Die Schau widmet sich der Entwicklung der Luftseilbahn, einem urschweizerischen Verkehrsmittel und bedeutendem Kulturgut, wie die Ausstellungsmacher schreiben. Im Anfang waren es Drahtseilanlagen, wie sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts für den Materialtransport konzipiert und etwa im Falle des Mistvogels zum Ausbringen von Mist auf dem Feld verwendet wurden.

Viele der Materialseilbahnen sind heute noch täglich in Betrieb und verbinden über unwegsames Gelände effizient Berghöfe und Täler. Ihre Weiterentwicklung führte zu einem Erschliessungsschub in Nidwalden.

Auch in den späteren Bau touristischer Luftseilbahnen war der Kanton früh involviert. So war etwa der Jochpasslift der erste Sessellift im Land. Und von der Harissenbucht am Vierwaldstättersee führte ein Stehlift Badegäste zur etwa 30 Meter höher und besser besonnt gelegenen Liegewiese des Hotels Fürigen.

Kampf für Kleinseilbahnen
So reich die Vergangenheit der Seilbahnen in Nidwalden, so garstig gestaltet sich die Gegenwart besonders für Kleinseilbahnen im Kanton. Gab es einst deren 40, sind heute noch zwei Dutzend in Betrieb.

Die Verbliebenen kämpfen mit strengeren Vorschriften, ihre Betreiber haben sich daher 2016 zum Seilbahnverband Nidwalden zusammengeschlossen. Ziel: die Bahnen als Markenzeichen des Kantons, als Aufstiegs- sowie Lebenshilfe für Bergbauern und Alternative für Strassen, sollen erhalten bleiben. Ein Jahr später riefen sie den Verein Freunde der Kleinseilbahnen ins Leben, der mittlerweile rund 1000 Mitglieder zählt.

Gondel-Kino
Neben Geschichte und Gegenwart von Luftseilbahnen, zeigt die Ausstellung auch Seilbahnpioniere und Menschen von heute. In einem Sesselibahn-Kino können die Besucher zudem auf Sesseln schwebend Filme zum Thema schauen.

Die Ausstellungstrilogie wurde vom Zürcher Heimatschutzzentrum, dem Gelben Haus Films und dem Nidwaldner Museum gemeinsam erarbeitet. An allen drei Standorten werden jeweils unterschiedliche Aspekte der Luftseilbahn gezeigt. Die Ausstellung in Stans trägt den Untertitel «Kleinseilbahnen und Transportschiffchen». Sie dauert bis zum 28. Oktober und wird kuratiert von Ariana Pradal. (sda/npa)

  
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