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arbeitsmarkt
7.12.2017
Mehr Arbeitslose in Walliser und Tessiner Gastrobranche
Die Zwischensaison in den Tourismusgebieten und die Witterung zeigen sich auf dem Arbeitsmarkt. Die Zahl der Arbeitslosen ist insbesondere in der Tourismus- und Baubranche leicht angestiegen. Betroffen sind vor allem das Wallis und das Tessin.

Vor allem im Tessin und im Wallis ist die Arbeitlosenquote in der Tourismus- und Baubranche leicht angestiegen. Dies erklärte Boris Zürcher vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag an einer Telefonmedienkonferenz zu den Arbeitslosenzahlen. Insgesamt waren im November 137'317 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungsstellen (RAV) eingeschrieben, 2517 Personen mehr als im Oktober. Die Quote stieg von 3,0 auf 3,1 Prozent.

Die betroffenen Branchen haben einen Einfluss darauf, welche Regionen am stärksten betroffen sind: in diesem Fall jene, wo der Bau und Tourismus wichtig sind. «Im Wallis und Tessin ist die Arbeitslosigkeit am stärksten angestiegen», hält Zürcher fest. Seinen Aussagen zufolge machte sich in den Zahlen auch die geringe Zuwanderung bemerkbar. «Es sind vermehrt Arbeitslose aus dem Inland rekrutiert worden», so Zürcher.

Demografie widerspiegelt sich in Zahlen
Bei den Schweizerinnen und Schweizern war die Arbeitslosenquote im November denn auch viel geringer – sie betrug 2,2 Prozent, jene der Ausländerinnen und Ausländer betrug 5,5 Prozent. «Das zeigt, in welchen Branchen Zweitere arbeiten, nämlich in der saisonal instabilen Bau- oder Gastronomiebranche», erläuterte Zürcher.

In den Arbeitslosenzahlen widerspiegle sich auch die demografische Entwicklung. «Wir haben eine Lehrlingsknappheit», sagte er. Die Jugendarbeitslosenquote verringerte sich gegenüber dem Oktober um 335 Personen auf 16'570. «Das ist ein normales Muster: Im Sommer ist die Jugendarbeitslosigkeit am höchsten, im Verlauf des Jahres nimmt sie ab.»

Bei den über 50-jährigen waren es mehr als doppelt so viele, nämlich 36'590 Personen. Die Quote ist stabil bei 2,7 Prozent. «Tendenziell wird diese Quote aber überschätzt, denn bei dieser Altersgruppe handelt es sich um eine schnell wachsende Population. Der Nenner der Quote basiert aber auf den Vorjahren», erklärte Zürcher.

Angleichung zwischen Geschlechtern
Zwischen den Männern und Frauen findet einen Angleichung der Arbeitslosenquoten statt. «Diese gingen nach der Finanzkrise auseinander, weil Männer eher in der von der Finanzkrise betroffenen Industrie arbeiten, während Frauen in Branchen sind, die weniger mit der Krise zu kämpfen hatten, zum Beispiel im Gesundheitsbereich.» Diese Schere schliesst sich nun langsam wieder.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Arbeitslosigkeit insgesamt um acht Prozent gesunken. Damals waren 149'228 Personen ohne Arbeit, 11'911 Menschen mehr als im diesjährigen November. Die Arbeitslosenquote betrug damals 3,3 Prozent. (sda/og)

  
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