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bergbahnen
19.05.2017
Niesenbahn präsentiert bestes Ergebnis
An der Generalversammlung präsentierte die Niesenbahn AG ihr bestes Ergebnis aller Zeiten. Die Berner Oberländer Standseilbahn erwirtschaftete mit ihrem Bahn- und Gastronomie-Betrieb einen Rekordwert von 5,7 Mio. Franken Umsatz.

Erfreuliche Zahlen für die Niesenbahn AG am vergangenen Mittwoch bei der Generalversammlung in Spiez: Der Cashflow als zentrale unternehmerische Kennzahl betrug im Berichtsjahr 1,18 Mio. Franken, respektive 20,7 Prozent. Daniel Fischer, Verwaltungsratspräsident der Niesenbahn AG, freute sich über die insgesamt 5'703'896 Franken Umsatz, zu dem der Bahnbetrieb und das Berghaus je zur Hälfte beitrugen: «212'824 Frequenzen auf der nostalgischen Standseilbahn sind der beste je erzielte Wert in der Geschichte der Gesellschaft». Damit wurde erstmals die Hürde von 200'000 überwunden.

Sich im anspruchsvollen Umfeld behaupten
Trotz des erfolgreichen Geschäftsjahres beurteilte der Verwaltungsrat das Umfeld als anspruchsvoll. Die Logiernächste stagnieren seit den 1980-er Jahren, die Nachfrage aus dem Schweizer Markt ist (noch) stabil, die Perspektiven aus dem Euro-Raum sind weiterhin durchzogen und die Überseemärkte sind seit diesem Jahr auch mit Rückschlägen konfrontiert und bleiben volatil. Zudem macht die Preisentwicklung der Winter-Bergbahnen Sorgen.

Vor diesem Hintergrund will die Niesenbahn in den Bereichen Berg, Bahn und Berghaus auch in Zukunft ein einfaches, verständliches und attraktives Produkt zu einem fairen Preis bieten.

Investitionen für die Gäste
Mit einer weiterentwickelten Strategie und Investitionen auf Kulm soll die Niesenbahn in die Zukunft geführt werden. Zentrales Thema dabei sei die Nachhaltigkeit insgesamt, aber auch die Umstellung auf nachhaltige Energien und weitere Projekte in diesem Bereich.

Auf Niesen Kulm will die Niesenbahn AG im Sommerhalbjahr 2018 investieren und bauen: Hinter der Kulisse steht im Berghaus die Verschiebung der Küche hinter den Altbau im Zentrum sowie die Installation einer neuen Lüftung.

Für die Gäste entstehen 60 zusätzliche Plätze im Glaspavillon sowie separat abtrennbare Räume für gesellschaftliche Anlässe. Zum Komfort der Gäste wird bei der Bergstation in eine Wartehalle investiert. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 6 Millionen Franken. Für die Planung und Realisierung der Bauprojekte hat der Verwaltungsrat eine Baukommission unter Leitung von Verwaltungsrats-Vizepräsident Martin Andres eingesetzt.

Generationenwechsel in der Leitung
Im Rahmen der Generalversammlung vom vergangenen Mittwoch wurde den 453 Aktionären Urs Wohler, der frühere Direktor der Destination Scuol Samnaun Val Müster, als neuen Geschäftsführer vorgestellt.

Mit dem Wechsel von Roger Friedli zu Urs Wohler wird bei der Niesenbahn AG ein eigentlicher Generationenwechsel vollzogen: Peter Fuchs ging als Leiter Finanzen und Personal in Pension; neue Leiterin Finanzen ist Marlène Wyssen, langjährige Niesenbahn-Mitarbeiterin. Lorenz Blaser, der als Leiter Marketing nach 14 Jahren zum Ballenberg wechselte, wir per 1. Juli 2017 durch die Tourismusfachfrau Cristina Dähler ersetzt. (htr/npa)

 

  
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