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parahotellerie
6.01.2017
Reka erntet Früchte der Investitionen in Feriendörfer
Viele Bergregionen klagen über rückläufige Gästezahlen. Entgegen diesem Trend haben die Reka-Feriendörfer im vergangenen Jahr ihre Auslastung halten können. Die Investitionen der letzten Jahre scheinen sich auszuzahlen.

Vor knapp einem Jahr eröffnete die Schweizer Reisekasse (Reka) in Zinal (VS) ihr totalsaniertes und vergrössertes Feriendorf. Die Resonanz bei den Gästen ist gut, wie die Geschäftszahlen 2016 zeigen. Die Kapazität stieg gegenüber dem letzten vollen Betriebsjahr vor der Erneuerung um ein Viertel, der Mietertrag nahm gar um 73 Prozent zu.

Zweitgrösster Anbieter
In Brigels (GR) führt die Reka seit dem vergangenen Winter das neu eröffnete Feriendorf Pradas im Sortiment. 2014 hatte der Ferienanbieter auch in Blatten-Belalp VS ein Dorf eröffnet. «Die hohen Erneuerungsinvestitionen der letzten Jahre zeigen Wirkung», wird Direktor Roger Seifritz in einer Mitteilung am Freitag zitiert.

Heute agiert die Reka mit seinen 1200 Ferienwohnungen als zweitgrösster Anbieter auf dem Schweizer Ferienwohnungsmarkt. 2016 betrug der Umsatz des hiesigen Feriengeschäfts 28,6 Millionen Franken. Das sind knapp 3 Prozent mehr als im Jahr davor. Neben den neuen Angeboten und einer leichten Zunahme der Kapazitäten profitierte die Reka von der stabilen Witterung im Sommer und Herbst.

Im Ausland bietet die Genossenschaft, die von Schweizer Unternehmen, Arbeitnehmerverbänden und Tourismusorganisationen getragen wird, vornehmlich Familienbadeferien im Mittelmeerraum an. Auch hier konnte der Umsatz im vergangenen Jahr leicht auf 7,7 Millionen Franken gesteigert werden.

Rückläufige Erträge
Dagegen kämpft das Unternehmen in seinem wichtigsten Geschäft mit Reka-Geld seit dem Frankenschock 2015 mit sinkenden Erträgen. 2016 betrug das Minus 4,4 Prozent bei einem Volumen von 629,7 Millionen Franken.

Vor allem zwei Faktoren beeinträchtigen das Geschäft: Wegen der angespannten wirtschaftlichen Situation bauen viele Unternehmen Arbeitsplätze ab. Allein im vergangenen Jahr ging die Anzahl Mitarbeitenden bei den grössten Unternehmenskunden um fast 6000 Personen zurück. Entsprechend wird weniger Mitarbeitenden der vergünstigte Bezug von Reka-Geld ermöglicht.

Auch die tiefen Benzinpreise bekommt die Reka zu spüren. Sie führten dazu, dass die Kunden im vergangenen Jahr weniger Reka-Geld einsetzten um ihre Tankrechnungen zu begleichen.

Diese belastenden Faktoren konnten jedoch zu einem wichtigen Teil kompensiert werden. So sei es trotz des schwierigeren wirtschaftlichen Umfeldes gelungen, Neukunden in ähnlichem Volumen wie in den Vorjahren zu gewinnen, heisst es in der Mitteilung. (sda/mma)

  
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