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jahresbilanz
21.04.2017
Reka mit mehr Ertrag, erneuerten Ferienangeboten und fortschreitender Digitalisierung
Die Schweizer Reisekasse Reka schliesst das Geschäftsjahr 2016 mit höheren Erträgen und ausgeglichenem Jahresergebnis ab. Gleichzeitig freut sich das Non-Profit-Unternehmen über drei erfolgreiche Neustarte von Ferienanlagen. Im kommenden Spätsommer soll der Startschuss für Reka-Geld 3.0 erfolgen.

Angesichts der ungünstigen Rahmenbedingungen dürfe das Geschäftsjahr 2016 positiv beurteilt werden, wie es an der Generalversammlung der Schweizer Reisekasse Reka vom Freitag in Basel hiess.

So konnte das Non-Profit-Unternehmen seine Erträge um 3,1 Prozent auf 72,0 Mio. Franken und den Bruttogewinn gar um 4,9 Prozent auf 40,3 Mio. Franken steigern. Im Geschäftsfeld Ferien realisierte die Genossenschaft ein Ertragswachstum von 2,6 Prozent. Dieses sei durch zusätzliche Kapazitäten im Angebot und durch Mehrerträge bei diversen bestehenden Ferienanlagen erzielt worden. Massgeblich zum Ertragswachstum beigetragen hätten die Vermögensanlageerträge mit plus 15,3 Prozent.

Im Gegenzug belasteten die um 1,5 Prozent geringeren Erträge des Geschäftsfeldes Reka-Geld das Ergebnis. Hauptursachen seien da der Personalabbau bei Reka-Firmenkunden und eine Umstellung der Bezugslogistik beim Partner Coop gewesen, wie die Reka mitteilte.

Belastung des Betriebsergebnisses durch Projekte
Das Betriebsergebnis konnte durch die höheren Erträge um 33 Prozent auf minus 3,5 Mio. Franken verbessert werden. Das Betriebsergebnis blieb jedoch wegen der hohen Projektkosten des Digitalisierungsprojektes Reka-Geld 3.0 negativ.

Dank ausserordentlichen Erträgen aus Liegenschaftsverkäufen kann das Unternehmen dennoch ein ausgeglichenes Jahresergebnis ausweisen. Diese dienen der strategischen Bereinigung des Angebotsportfolios von Reka-Ferien.

Investitionen in Reka-Ferienanlagen zeigen Wirkung
Reka konnte 2016 gleich drei erneuerte und teilweise vergrösserte Ferienanlagen in Betrieb nehmen: das Feriendorf Zinal (VS), die Ferien-Résidence Gstaad-Rougemont (VD) und das Ferienresort Golfo del Sole (Toskana).

Die drei Anlagen konnten ihre Erträge im ersten Betriebsjahr kumuliert und kapazitätsbereinigt um 11 Prozent steigern. Ihr Buchungsstand für 2017 liegt zurzeit 19 Prozent über dem Vorjahr. Generell dürfe festgestellt werden, dass Reka mit den Investitionen der vergangenen zehn Jahre auf dem richtigen Weg sei, heisst es an der Pressekonferenz weiter. Sämtliche in diesem Zeitraum dem Betrieb übergebenen Anlagen hätten im Vergleich mit den übrigen Reka-Ferienwohnungen überdurchschnittliche Auslastungen erreicht. Mit bis zu 251 Besetzungstagen pro Wohnung und Jahr lagen diese 2016 über dem Markt.

Fortschreitende Digitalisierung mit Reka-Geld 3.0
Im Spätsommer soll im Rahmen der Digitalisierung der Kunden- und Unternehmensprozesse Reka-Geld 3.0 eingeführt werden. «Gegenüber den heute parallel existierenden Welten des physischen Reka-Geldes und der Zahlkarten bringt Reka-Geld 3.0 einen Paradigmenwechsel», sagt Roger Seifritz, Direktor von Reka. So sollen künftig alle drei Reka-Geld-Formen (Reka-Check, Reka Rail und Reka-Lunch), bargeldlos verfügbar sein.

Kunden erwerben dafür unter Reka-Geld 3.0 nicht mehr ein vordefiniertes physisches Zahlungsmittel, sondern ein Guthaben. Dieses geben sie dann mit dem Zahlungsmittel ihrer Wahl aus – also entweder in bar (Reka-Check, Reka Rail), mit Zahlkarte oder online.

Die neue Reka-Card soll dabei nach dem Prinzip «one card fits all» zum Trägermedium für alle Reka-Geld-Formen werden. Damit schaffe der Digitalisierungsschritt für alle Beteiligten Nutzen. Die Bezüger von Reka-Geld würden dadurch nicht nur über eine Multifunktionskarte verfügen, sondern entscheiden neu über das eingesetzte Zahlungsmittel (bisher Arbeitgeber), so Reka.

Zudem würden die Abgabe- und Akzeptanzstellen von einfacheren Prozessen und sinkenden Gesamtkosten profitieren, weil sich die Nutzung von Reka-Geld rascher in Richtung bargeldlos verlagern wird.

Im Rahmen der Generalversammlung wurde Marcel Dietrich als Nachfolger von Peter Hasler zum neuen Präsidenten gewählt. (htr/npa)

 

  
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