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umfrage
12.09.2017
Ungebrochen hohe Reiselust der Schweizer Bevölkerung
Die Reiselust der Schweizer Bevölkerung bleibt weiterhin sehr hoch. 82 Prozent der Teilnehmer einer aktuellen Allianz-Umfrage unternehmen mindestens eine private dreitägige Reise pro Jahr. Früh- und Direktbuchungen legen zu.

Bereits zum 23. Mal wurde von der Allianz Global Assistance in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Reise-Verband (SRV) und dem Institut LINK in Luzern eine repräsentative Umfrage über das Buchungs- und Reiseverhalten der Schweizer Bevölkerung durchgeführt.

82 Prozent der Befragten, 2 Prozent weniger als im Vorjahr, unternehmen demnach mindestens einmal pro Jahr eine private Reise mit mindestens drei auswärtigen Übernachtungen. Im Durchschnitt unternehmen Herr und Frau Schweizer 2,76 (–0,05 Prozent gegenüber 2016) Reisen pro Jahr.

Der Trend Richtung Individualreisen hält an. 69 Prozent (+2 Prozent) bevorzugen diese Reiseform, während 23 Prozent (–2 Prozent) lieber Pauschalreisen buchen.

Anteil an Frühbuchungen nimmt wieder zu
Der Anteil an Frühbuchungen hat gegenüber der Befragung 2016 wieder zugenommen (+4 Prozent). Jeder Zweite (50 Prozent) bucht seine Reise zwei Monate oder mehr im Voraus. Dies dürfte vor allem auf eine veränderte Risikoeinschätzung beziehungsweise persönliche Betroffenheit der Reisenden zurückzuführen sein, hat doch im gleichen Zeitraum auch die Angst vor Sicherheitsrisiken auf Reisen spürbar abgenommen, schlussfolgert die Studie. 51 Prozent der Befragten haben Angst vor möglichen Unruhen und Terror bei Reisen, 4 Prozent weniger als 2016 (55 Prozent).

Die Spezialisierung gewinnt bei der Wahl des Reisebüros an Bedeutung
Bei der Auswahl eines Reisebüros stehen nach wie vor die Qualität der Beratung (63 Prozent) und die persönliche Beziehung (41 Prozent) als Entscheidungskriterien im Vordergrund. An Bedeutung zu nimmt die Spezialisierung eines Reisebüros beziehungsweise Angebote im Baukastensystem. Bereits 18 Prozent (+4 Prozent gegenüber 2016) geben dies als Entscheidungskriterium für die Wahl eines Reisebüros an. Dieser Trend geht einher mit generell höheren Anforderungen der Kunden an die Individualisierung von Reisen.

Direktbuchungen und Buchungen über Sharing-Economy-Plattformen legen zu
Online-Buchungen direkt bei einem Leistungsträger, beispielsweise einem Hotel (67 Prozent, +3 Prozent gegenüber 2016) und Sharing-Economy-Plattformen (12 Prozent, +3 Prozent), erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, wenn es um die Buchung einer Reise im Internet geht. Hier zeigt sich, dass Herr und Frau Schweizer vermehrt je nach Art der Reise entscheiden, welchen Online-Kanal (Direkt, Portale, Reisebüro, Sharing-Economy-Plattform) sie dazu verwenden. Die Häufigkeit von physischen Buchungen im Reisebüro bleibt stabil. Jeder zweite Schweizer besucht mindestens einmal pro Jahr ein Reisebüro und bucht dort eine Reise.

Bei der Reiseversicherung zählen die Leistungen
Bei der Wahl der Reiseversicherung sind für die Befragten die Leistungen am wichtigsten (56 Prozent), gefolgt vom Preis (38 Prozent), der Einfachheit (32 Prozent) und den persönlichen Erfahrungen (20 Prozent). Wichtigste Komponenten der Reiseversicherungen für Herrn und Frau Schweizer sind die Annullationskosten (46 Prozent) und die Assistance-Leistungen (25 Prozent). Alle anderen Komponenten verbleiben deutlich unter der 10Prozent-Marke. (htr/pt)

  
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