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pistenfahrzeuge
12.09.2017
Weiterhin Steuern auf Pistenfahrzeugen im Kanton Bern
Pisten- und Loipenfahrzeuge werden im Kanton Bern nicht von den Strassenverkehrssteuern befreit. Der Grosse Rat hat am Dienstag eine entsprechende Forderung knapp abgelehnt.

Die Berner Oberländer Motionäre aus den Reihen von EDU, SVP und FDP betonten, dass die Skigebiete in einem harten Wettbewerb stünden. Kleinere Betriebe müssten jeden Franken umdrehen.

Für den Kanton entstünden keine grossen Steuerausfälle, für die Betreiber von Ski- und Langlaufanlagen hingegen bedeute die Befreiung eine spürbare Entlastung.

«Es geht darum, ein Zeichen für den Tourismus zu setzen», sagte Christoph Berger (SVP/Aeschi). Gerade für die kleinen Skiliftbetreiber sei ein solches Zeichen wichtig, betonte auch Thomas Knutti (SVP/Oberwil).

Die Regierung empfahl den Vorstoss zur Ablehnung. Durch den Verzicht auf die Motorfahrzeugsteuern für Pisten- und Loipenfahrzeuge entstehe keine wirklich spürbare Entlastung für die Betreiber. Mit der Massnahme lasse sich auch der Tourismus nicht nachhaltig stärken oder die strukturellen Probleme der Tourismusregionen lösen.

Pistenfahrzeuge bezahlten bereits heute nur einen Achtel der Normalsteuer, gab Polizei- und Militärdirektor Hans-Jürg Käser zu bedenken. 150 Franken pro Pistenfahrzeug seien kein Betrag, der sich auf die Existenz eines Unternehmens auswirke.

Käser warf auch eine Blick voraus auf die Novembersession, wo das Parlament über ein umfangreiches Sparpaket debattieren wird. Dort werde um Massnahmen von ein paar wenigen tausend Franken gefeilscht. Der Kanton könne darum nicht einfach auf 35'000 Franken für Pistenfahrzeuge verzichten, nota bene für eine Massnahme, die kaum Wirkung entfalte.

Der Rat lehnte den Vorstoss knapp mit 70 zu 66 Stimmen bei elf Enthaltungen ab. (sda/npa)

  
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