»
airbnb
19.01.2018
Zug Tourismus und Airbnb ziehen positive Bilanz
Die Zusammenarbeit zwischen Airbnb und Zug Tourismus bezüglich der Weiterleitung der Beherbergungsabgabe ist erfolgreich. Die beiden Parteien ziehen nach sechs Monaten eine positive Bilanz der schweizweit ersten solchen Kooperation.

Seit dem 1. Juli 2017 wird die Beherbergungsabgabe für alle Airbnb-Gastgeber im Kanton Zug automatisiert über die Airbnb-Plattform von den Gästen eingezogen und an Zug Tourismus weitergegeben.

Beide Seiten werteten die Zusammenarbeit nach einem halben Jahr als angenehm und zuverlässig, teilten Zug Tourismus und Airbnb am Freitag in einem Communiqué mit. Die automatisierte Einziehung der Beherbergungsgebühr über die Internetplattform für private Ferienunterkünfte laufe wie vereinbart.

Auch die Logiernächteentwicklung ist den Angaben zufolge positiv. Zwischen dem 1. Juli 2017 und dem Jahresende verzeichnete der Kanton Zug 7631 Übernachtungen mit Airbnb. Für das laufende Jahr rechnet Zug Tourismus mit einem weiteren Wachstum.

Nach Seraina Koller, noch bis Ende März Geschäftsführerin von Zug Tourismus, würde sich ein zu beobachtender Trend fortsetzen. «Das Reiseverhalten ist in den letzten Jahren individueller, flexibler und transparenter geworden. Das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten hat sich folglich der Nachfrage angepasst».

Dennoch muss das Verhältnis zwischen den Logiernächten aus der Hotellerie und über Airbnb relativiert werden. Der Kanton Zug verzeichnet jährlich um die 300'000 Logiernächte in Hotelbetrieben. «Rechnet man die Logiernächte durch Airbnb auf ein Jahr hoch, kommt man auf ungefähr 15'000 Übernachtungen. Somit machen die Übernachtungen via Airbnb 5 Prozent gegenüber den Hotelübernachtungen aus», wird die Geschäftsführerin in einer Mitteilung zitiert.

Für Alexander Schwarz, General Manager Airbnb Deutschland, Österreich und Schweiz, ist die gut funktionierende Kooperation mit Zug Tourismus beispielhaft für den progressiven Umgang der Schweiz mit den Chancen der Digitalisierung zugunsten der Bürgerinnen und Bürger. «Gerne würden wir weitere Kantone bei der Einhebung der Kurtaxe unterstützen, um sowohl für die Verwaltung, als auch für die Gastgeber den bürokratischen Aufwand zu verringern.»

Zug Tourismus schloss als erste Destination mit dem Unterkunftsvermittler eine Vereinbarung über die Kurtaxe ab. Airbnb erhebt die Gebühr automatisch und leitet sie quartalsweise weiter. Nach eigenen Angaben hat die Plattform weltweit mit 340 Städten und Gemeinden eine Vereinbarung über die automatische Erhebung der Kurtaxe geschlossen.

In der Schweiz verhandeln derzeit mehrere Kantone mit dem Anbieter. Freiburg hat bereits eine Vereinbarung getroffen. Mit baldigen Abschlüssen rechnen nach Recherchen der Nachrichtenagentur sda das Tessin und Genf.

In Bern und im Wallis laufen Gespräche. In diesen fünf Kantonen finden sich 67'000 Airbnb-Betten. Die Waadt und Graubünden können nicht verhandeln, weil bei ihnen die Kurtaxe Gemeindesache ist.

Der Zwist um die Kurtaxen schwelt schon seit Jahren. Professionelle Wohnungs- und Zimmeranbieter wollen für die private Konkurrenz eine Gleichbehandlung, und zwar nicht nur bei Taxen, sondern auch bei Hygiene und Feuerschutz. (sda/htr/npa)

  
aktuelle Ausgabe der htr

» epaper
» abo
» archiv
» mediadaten

Die htr erscheint neu 14-täglich.

hoteljob.ch - Stelleninserate

hoteljob.ch das Stellenportal für die Hotellerie, Gastronomie und den Tourismus mit monatlich über 410‘000 Seitenzugriffen.

Aktuelle Jobs auf hoteljob.ch:
htr immobilienbörse

Die Online-Plattform für Hotel- und Restaurant­immo­bilien