(Medienmitteilung) In der vergangenen Sommersession hat der Ständerat die neue Standortförderung mit den Finanzierungsbeschlüssen für den Tourismus für die nächsten vier Jahre bestätigt, schreibt HotellerieSuisse in einer Medienmitteilung. Zusätzlich setzte die kleine Kammer, laut HotellerieSuisse, ein wichtiges Zeichen für den Arbeitsmarkt. Drittstaatangehörige mit Schweizer Tertiärabschluss sollen in Zukunft einen leichteren Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten. Der Ständerat geht auf die Vorlage ein und sendet sie zurück an die Kommission.
Die Standortförderung wird weitergeführt
Der Ständerat bestätigt als Erstrat die Finanzierungsbeschlüsse im Rahmen der Standortförderung 2024 – 2027 und somit den Zahlungsrahmen für die touristischen Förderinstrumente. Damit hat das Parlament für die «Neue Regionalpolitik» gleich viele Mittel gesprochen wie beim letzten Parlamentsbescheid 2016. Für Schweiz Tourismus wurden 2020 und 2021 als Sondermassnahme zur Stützung der von der globalen Pandemie besonders stark betroffenen Tourismusbranche zusätzlich insgesamt 35 Millionen Franken für Recovery-Massnahmen und nachhaltige Angebote gesprochen.
Die Mittel in der Standortförderung 2024 – 2027 fallen nun tiefer aus, trotzdem nimmt die Beherbergungsbranche den Entscheid mit Freude zur Kenntnis, wie HotellerieSuisse schreibt. Der Ständerat würde damit ein starkes Signal zugunsten der Branche und zur Förderung eines innovativen und nachhaltigen Tourismus setzten.
Drittstaatsangehörige mit Schweizer Tertiärabschluss sollen leichter Zugang zum Arbeitsmarkt finden
Wer aus einem Drittstaat stammt, aber über eine hohe in der Schweiz erworbene Qualifikation verfügt, soll küftig leichter eine Arbeitserlaubnis erlangen. Während der Nationalrat in der Frühlingssession der Gesetzesanpassung zustimmte und sie um die höhere Berufsbildung ergänzte, ortete die Staatspolitische Kommission des Ständerates (SPK-S) einen Konflikt mit der Bundesverfassung. Die Kommission empfahl deswegen das Nichteintreten. Der Ständerat will jedoch die für die Wirtschaft wichtige vereinfachte Zulassung von in der Schweiz Hochqualifizierten zum Arbeitsmarkt weiterverfolgen und beschloss daher das Eintreten. Damit geht das Geschäft wieder zurück in die Kommission.
Die Stärkung der Höheren Fachschulen bleibt ein Auftrag an den Bundesrat. Nationalrat und Ständerat waren sich einig, dass die beiden im Jahr 2019 angenommenen Motionen zur besseren Positionierung der Höheren Fachschulen noch nicht abgeschrieben werden dürfen. Das Anliegen ist erst erfüllt, wenn die Höheren Fachschulen durch Anpassung der rechtlichen Grundlagen tatsächlich gestärkt werden. [RELATED]
Rückblick Session
Die Tourismusförderung durch den Bund wird fortgesetzt
Tourismusforschung
Neue Toolbox unterstützt beim Stakeholdermanagement
Tourismusdestinationen müssen immer mehr Interessen aus Politik, Wirtschaft und Bevölkerung koordinieren. Die Fachhochschule Graubünden hat dafür gemeinsam mit vier Destinationen eine frei zugängliche Toolbox entwickelt.
Logiernächte
US-Gäste stützen Grindelwalds Hotellerie
Die Hotellerie in Grindelwald bleibt im ersten Halbjahr stabil. Während die Nachfrage aus den USA, der Schweiz und Europa wächst, gehen die Logiernächte aus mehreren asiatischen Märkten deutlich zurück.
Tourismusforschung
Wo Einheimische den Tourismus tragen, fühlen sich Gäste wohler
Gastfreundschaft entscheidet mit über den Erfolg einer Destination. Zwei Studien der Universität Bern zeigen, dass dafür nicht nur Hotels verantwortlich sind. Ebenso wichtig ist, wie stark die Bevölkerung den Tourismus mitträgt.
Sommersaison
Hitzewelle beschert Schweizer Bergbahnen deutlich mehr Gäste
Die anhaltende Hitze treibt viele Menschen in die Berge. Bis Ende Juli zählten die Schweizer Bergbahnen sieben Prozent mehr Ersteintritte als im Vorjahr. Besonders gefragt waren Ausflugsziele im Berner Oberland und in Graubünden.
Grundbildung
Hotelfachschule Thun richtet Ausbildung an den Saisons aus
Die Hotelfachschule Thun führt für Hotel-Kommunikationsfachleute EFZ ein neues Ausbildungsmodell ein. Der Unterricht wird teilweise in die Zwischensaison verlegt, damit Lernende Hotels und Restaurants während der Hauptsaison stärker unterstützen können.
Datenmanagement
Viele Schweizer DMOs stehen noch am Anfang
Wer Gäste besser verstehen und Angebote gezielter entwickeln will, braucht verlässliche Daten. Eine internationale Studie der HES-SO Valais-Wallis zeigt erstmals, wie Destination-Management-Organisationen in vier Ländern mit dieser Entwicklung umgehen und wo die Schweiz steht.
Meinung
«Luxury» in Schweizer Manier
Martin Nydegger, Direktor Schweiz Tourismus, erklärt, warum Schweizer Luxus leise ist und vermögende Reisende hierzulande keine Statussymbole suchen.
Halbjahresbilanz
Fernmärkte bremsen Zürcher Tourismus
Die Tourismusregion Zürich verzeichnete im ersten Halbjahr 1,4 Prozent weniger Logiernächte als im Vorjahr. Während Fernmärkte deutlich nachgaben, entwickelten sich die Schweiz und die europäischen Nahmärkte stabil und stärkten die Destination.
Bilanz
Schweizer Hotels auch im Juni mit weniger Übernachtungen
Die Schweizer Hotellerie verzeichnete im Juni erneut weniger Logiernächte als im Vorjahr. Hauptgrund bleibt die schwächere Nachfrage aus dem Ausland, während die inländischen Gäste leicht zulegten.
Forum Schweizer Geschichte Schwyz
Reiseziel Schweiz: Vom Armenhaus zum Sehnsuchtsort
Die Ausstellung «Tourismus. Reiseziel Schweiz» in Schwyz erzählt, wie die Schweiz vom Zwischenhalt auf der Grand Tour zum Sehnsuchtsort, Ferienklassiker und Insta-Paradies wurde – und welche Fragen diese Entwicklung heute aufwirft.