Accor hat im ersten Halbjahr 2026 Umsatz, operatives Ergebnis und Cashflow gesteigert, obwohl der Konflikt im Nahen Osten das zweite Quartal deutlich belastete. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 3 Prozent auf 2,76 Milliarden Euro, das wiederkehrende EBITDA um 6,5 Prozent auf 563 Millionen Euro. Der wiederkehrende Free Cashflow legte dank Kostendisziplin um 42 Prozent auf 194 Millionen Euro zu.
Accor in Kürze
Wachstum: RevPAR +2,2 %; EBITDA +6,5 %
Expansion: 109 neue Hotels haben weltweit im 1. Halbjahr eröffnet.
In Entwicklung: 1595 vertraglich gesicherte Hotels mit über 268'000 Zimmern (+11,4 %)
Strategie: Verkauf der Essendi-Beteiligung beschleunigt den Umbau zum Asset-light-Modell
Nahostkonflikt belastet einzelne Märkte
Die Auswirkungen der geopolitischen Spannungen fielen regional sehr unterschiedlich aus. Während die Nachfrage in den Vereinigten Arabischen Emiraten stark einbrach, entwickelten sich Saudi-Arabien, Ägypten und die Türkei positiv. Ohne den Nahen Osten wäre der RevPAR des Konzerns nicht um 2,2, sondern um 4,6 Prozent gewachsen. Besonders betroffen war das Lifestyle-Segment mit einem RevPAR-Rückgang von 4,6 Prozent. Luxushotels steigerten den RevPAR dagegen um 4,5 Prozent.
Accor setzt auf Management statt Immobilien
Strategisch setzt Accor den Umbau zum Asset-light-Modell fort. Mit dem geplanten Verkauf der Beteiligung an Essendi will sich der Konzern weiter auf Management- und Franchiseverträge konzentrieren. Gleichzeitig wächst das Hotelnetz weiter. Ende Juni umfasste es weltweit 5835 Hotels mit rund 882'000 Zimmern, die Pipeline legte um 11,4 Prozent zu.
Für die Branche unterstreichen die Zahlen die Bedeutung einer breiten geografischen Aufstellung und flexibler Geschäftsmodelle. Trotz der Unsicherheiten hält Accor an seiner Jahresprognose fest und erwartet ein wiederkehrendes EBITDA von 1,26 bis 1,285 Milliarden Euro. (mm)
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