Die 178 Hotels, die vom Insolvenzverfahren der Revo Hospitality Group betroffen sind, befinden sich ausschliesslich in Deutschland, Österreich und den Niederlanden. 

Die 12 Schweizer Revo-Häuser haben keine Insolvenz angemeldet und werden regulär weiterbetrieben. Sie sollen jedoch nach und nach verkauft werden. Das berichtet das Branchenportal «Hotel vor9» unter Berufung auf die Interimsgeschäftsführer Gordon Geiser und Benedikt de Bruyn von GT Restructuring.

Beim insolventen Portfolio schreitet die Neuordnung voran. Fünf grosse Käufer übernehmen zusammen 81 Häuser. Den grössten Anteil erhält der indische Hotelkonzern Prism mit 29 Betrieben. Die Fattal Hotel Group übernimmt 22 Häuser und führt sie unter ihrer Marke Leonardo weiter. Weitere Standorte gehen an B&B Hotels mit zwölf, Motel One mit zehn und Brown Hotels mit acht Betrieben.

Verkäufe im dreistelligen Millionenbereich

Für weitere 73 Hotels wurden Einzellösungen mit anderen Betreibern oder Eigentümern gefunden. Insgesamt sind nach Angaben der Sanierer mittlerweile 125 der 178 insolventen Häuser verkauft. Weitere 29 stehen unmittelbar vor Vertragsabschluss und Übergabe. Bei neun Betrieben ist die Zukunft noch offen, 15 wurden geschlossen.

Bei der Abwicklung setzt GT Restructuring inzwischen überwiegend auf sogenannte übertragende Sanierungen beziehungsweise Asset Deals. Dabei werden Vermögenswerte oder Betriebe auf neue Gesellschaften übertragen. Ursprünglich waren vermehrt Insolvenzpläne vorgesehen, bei denen Gesellschaftsanteile übertragen worden wären. Laut den Sanierern lassen sich die Übergaben mit der nun gewählten Struktur schneller vollziehen.

Zu den Kaufpreisen machen die Verantwortlichen keine Angaben. Eine Gesamtsumme der Verkaufserlöse im dreistelligen Millionenbereich dementierten sie gegenüber «Hotel vor9» jedoch nicht. Vor allem für Häuser in grösseren Städten seien im Bieterverfahren teilweise hohe Erlöse erzielt worden. Wie viel davon letztlich an die Gläubiger fliesst, ist noch offen, da die Forderungsprüfung nicht abgeschlossen ist.

Bis Ende 2026 soll grundsätzlich feststehen, wie es mit jedem der verbliebenen Häuser weitergeht. Einen festen Stichtag für den Abschluss der Verfahren gibt es laut den Sanierern nicht. Noch nicht übertragene Hotels sollen bis dahin weiterbetrieben werden.