Mit Savognin erweitern die Schweizer Jugendherbergen ihr Netzwerk um einen weiteren alpinen Standort. Welche Rolle spielt diese Destination in Ihrer langfristigen Strategie?
Die Schweizer Jugendherbergen streben eine Präsenz in allen Regionen der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein an. Mit Savognin erschliessen wir eine Region, die wir bereits seit Längerem beobachten, bisher aber nicht realisieren konnten.[RELATED]
Indem wir Reisen für möglichst viele Menschen zugänglich machen, generieren wir zusätzliche Nachfrage in der Destination.
Janine Bunte, CEO Schweizer Jugendherbergen
Von dem Projekt wird ein Impuls für die regionale Wertschöpfung erwartet. Welche konkreten Effekte können Jugendherbergen in strukturschwächeren Alpenregionen tatsächlich auslösen?
Mit unserem Angebot sprechen wir unterschiedliche Gästesegmente an und ermöglichen Übernachtungsmöglichkeiten zu erschwinglichen Preisen. Dadurch generieren wir zusätzliche Nachfrage in der Destination – die gesamte touristische Leistungskette profitiert.
Das Haus verfügt über rund 280 Betten. Wie stellen Sie sicher, dass sich die Jugendherberge sinnvoll in das bestehende Beherbergungsangebot integriert und nicht in Konkurrenz dazu tritt?
In der jüngsten Vergangenheit hat sich die Beherbergungskapazität in der Destination erheblich reduziert. Die Jugendherberge ergänzt das bestehende Angebot und erhöht über unsere Plattformen die Sichtbarkeit der Destination. Dadurch können wir neue Gäste gewinnen.
Sie sprechen von «nachhaltigen Erlebnissen». Was bedeutet das konkret für den Betrieb in Savognin – insbesondere in Bezug auf Bau, Energie, Mobilität und Gästelenkung?
Wir arbeiten unter anderem mit dem Schweizer Nachhaltigkeitslabel Ibex fairstay zusammen. Auch die Jugendherberge Savognin werden wir für die nachhaltige Betriebsführung zertifizieren lassen. Nachhaltigkeit ist seit vielen Jahren fest in unserem Leitbild verankert und prägt unsere Entscheidungen im Bau wie auch im Betrieb – sozial, wirtschaftlich und ökologisch. Ein wichtiger Aspekt ist zudem die Nutzung einer bestehenden Infrastruktur, was im Vergleich zu einem Neubau ressourcenschonend ist.
