Die 110 Sektionen des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) haben an ihrer Abgeordnetenversammlung auf dem Messegelände in Bern mehrere richtungsweisende Beschlüsse gefasst. Neben der neuen Strategie bis 2030 standen die langfristige Finanzierung der 151 SAC-Hütten sowie eine Anpassung der Mitgliederbeiträge im Mittelpunkt. [RELATED]

Neue Finanzierung für SAC-Hütten

Zur Stabilisierung des Hüttenfonds führt der SAC einen Solidaritätsbeitrag pro Übernachtung ein. Erwachsene SAC-Mitglieder bezahlen künftig drei Franken, Nichtmitglieder fünf Franken und Bergführerinnen sowie Bergführer 20 Franken pro Nacht. Die Einnahmen fliessen direkt in den Hüttenfonds und sollen Bau-, Sanierungs- und Unterhaltsprojekte der SAC-Hütten finanzieren.

Ab 2027 gilt zudem ein einheitlicher Abgabesatz von sechs Prozent auf dem Nettoumsatz aus Übernachtungen und Konsumationen. Die Sektionen können ihre Verträge mit den Pächterinnen und Pächtern entsprechend anpassen.

Höhere Mitgliederbeiträge

Erstmals seit 2020 werden auch die Mitgliederbeiträge an die Teuerung angepasst. Einzelmitglieder bezahlen künftig 80 statt 75 Franken, Familien 120 statt 110 Franken. Für Jugendmitglieder bleibt der Beitrag unverändert bei 30 Franken. Mit den zusätzlichen Einnahmen will der SAC unter anderem Bergsportangebote, Ausbildung, Sicherheit und die Nachwuchsförderung stärken.

Für bewartete SAC-Hütten wird zudem eine Reservationsgebühr von zehn Franken pro Gast und Nacht eingeführt. Sie wird beim Aufenthalt angerechnet, bei einer Stornierung oder Nichtanreise jedoch nicht zurückerstattet. Damit sollen Reservationen verbindlicher werden und Mehrfachbuchungen zurückgehen.

Mit den Beschlüssen schafft der SAC die finanziellen Grundlagen, um seine Hütten, den Bergsport und den Schutz der Bergwelt in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln. (mm)


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