Digitalisierung bedeutet für Hotels und Gastronomiebetriebe mehr als nur Technik – es geht um Menschen, Prozesse und nachhaltiges Wachstum. Genau das zeigt das Beispiel der Kartause Ittingen.
«Die Kartause Ittingen gehörte zu den ersten Kunden von COM.CIERGE», erinnert sich Dominik Gisler, Partner und Geschäftsführer. «In meinem ersten Workshop standen die Themen Digitalisierung und Customer Journey im Zentrum.» Später kam Elina Jungo als Projektleiterin hinzu, die den Bereich Revenue Management und weitere Projekte übernahm. Gemeinsam mit Valentin Bot, dem Direktor und seinem Team wurden Preisgestaltung, Distribution und Verkaufsstrategie analysiert. Erste Schritte wie eine optimierte Ratenstruktur und die Nutzung moderner Vertriebskanäle schufen die Basis, um Erträge zu steigern.
Doch bald zeigte sich: Die bestehende IT-Landschaft stiess an ihre Grenzen. Fidelio Suite 8 wurde nicht mehr weiterentwickelt, viele Abläufe waren noch manuell geprägt. Die Ziele waren klar: Ressourcen schonen, Mitarbeiter entlasten, mehr Zeit für die Gäste schaffen und die wachsende Nachfrage in den Bereichen Seminare, Hochzeiten, Events und Individualgäste effizienter abwickeln. So begann ein umfassendes Transformationsprojekt, das nahezu alle Kernsysteme beinhaltete.
Als Property Management System entschied man sich für Mews. In der Gastronomie kamen Lightspeed als Restaurantkassenlösung und Aleno als Tischreservations-Software hinzu. Für den Eventbereich entschied sich die Kartause mit Think für eine auf Salesforce basierte Lösung, die Anfragen, Offerten und Durchführung digital abbildet. Parallel wurde das Revenue Management mit Duetto professionalisiert.
«Eine Systemumstellung in diesem Umfang erfordert eine detaillierte Planung», betont Elina Jungo. Nach dieser detaillierten und fundierten Planung wurden Systemparameter definiert, Schnittstellen eingerichtet und das Team intensiv geschult – stets im Spagat zwischen Projektarbeit und täglichem Betrieb. Zudem entschied sich die Kartause, intern zusätzliche Ressourcen bereitzustellen, um die Umstellung erfolgreich zu stemmen. Entscheidend war dabei die Botschaft: Prozesse sollen nicht ins System hineingepresst werden – die Technologie soll dem Team die Arbeit erleichtern.
Heute, rund eineinhalb Jahre nach Abschluss des Projekts, ist der Unterschied spürbar: Verkaufsstrategien werden automatisiert in die Systeme eingespielt, Preise und Verfügbarkeiten über alle Kanäle zentral gesteuert. Eventanfragen laufen digital durch, sodass die Rezeption jederzeit in Echtzeit informiert ist.
Das Ergebnis: verlässliche Steuerungsdaten, optimierte Verkaufsstrategien, gesteigerte Umsätze – und vor allem mehr Zeit für die Gäste. Dank moderner Schnittstellen kann die Kartause künftig auch Themen wie Upselling und Cross Selling gezielt nutzen.
Ein Projekt dieser Grösse zeigt, wie wichtig eine klare Struktur und erfahrene Projektbegleitung sind. Von der Analyse über die Planung bis zur Schulung – entscheidend ist, die richtigen Partner an der Seite zu haben, die technisches Verständnis mit operativer Praxiserfahrung verbinden. So entsteht eine digitale Basis, die heute funktioniert und auch künftig Raum für Wachstum bietet.