Die Jury unter der Leitung von Dario Cologna hat sechs Projekte für den Prix Montagne 2026 nominiert. Die ausgewählten Projekte stammen aus allen Sprachregionen der Schweiz und aus diversen Branchen. Sie reichen von Tourismus- und Gesundheitsangeboten über innovative Produkte bis zu regionalen Energieprojekten und tragen laut Jury in beispielhafter Weise zur Wertschöpfung im Berggebiet bei. Insgesamt 42 eingereichte Projekte wurden auf die Kriterien der Wirtschaftlichkeit und des Modellcharakters geprüft. [RELATED]
Online-Abstimmung für den Publikumspreis Prix Montagne
Zusätzlich zum Prix Montagne wird auch ein mit 20'000 Franken dotierter Publikumspreis vergeben, gestiftet von der Mobiliar Genossenschaft. Zur Auswahl stehen die sechs nominierten Projekte. Die Online-Abstimmung läuft ab sofort bis zum 16. August auf prixmontagne.ch.
Preisverleihung
Die Gewinnerinnen und Gewinner des Prix Montagne sowie des Publikumspreises werden am 3. September an der Preisverleihung im Eventforum in Bern bekannt gegeben. Der Prix Montagne wird bereits zum 16. Mal verliehen.
Die Nominierten 2026
Biketrail Marbachegg, Marbach LU
Was aus der Not heraus entstanden ist, hat der Marbachegg im Entlebuch zu einer neuen Attraktion verholfen. Biker aus der ganzen Schweiz toben sich auf dem Flowtrail und der Jumpline aus – und sichern so das Überleben des kleinen Skigebiets.
Dolceperla Fioielli, Poschiavo GR
Seit fast 20 Jahren produzieren Michela Paganini und ihr Team mitten in Poschiavo handgemachten Schmuck in zeitlosem Desing. Was zu Hause als Hobby begann, ist zu einem Betrieb mit zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in zwei Filialen und einem Onlineshop angewachsen.
Freelap, Fleurier NE
Ob auf der Finnenbahn, im Schnee oder im Dreck: Jean-Pierre Baumann und sein Team produzieren mit Freelap präzise Zeitmessgeräte für verschiedenste Sportarten. Seine Geräte kommen in Trainings auf der ganzen Welt zum Einsatz.
Gesundheitszentrum Unterengadin, Scuol GR
Das Gesundheitszentrum vereint alle gesundheitlichen Institutionen in der Region Unterengadin unter einem Dach, vom Wellness- und Erholungsbad bis zur Notfallmedizin und Pflegeeinrichtung. Das gewährleistet nicht nur die optimale Versorgung von Patientinnen und Patienten, sondern lohnt sich auch finanziell.
Stoos Lodge, Stoos SZ
Die im Jahr 2022 eröffnete Stoos Lodge ist modernes Hotel und Dorfzentrum zugleich. Das Hotel schafft den Spagat zwischen den Bedürfnissen einer internationalen Kundschaft und jenen der Einheimischen. Dank der engen Zusammenarbeit mit den benachbarten Stoosbahnen gelingt es zudem, das Hotel klimaneutral zu heizen.
Yann Flück SA, Le Noirmont JU
Yann Flück und sein Team machen aus ungenutztem Holz aus den umliegenden Wäldern Holzschnitzel, die sie in eigenen Fernwärmeanlagen verbrennen. Damit sorgen sie dafür, dass in den regionalen Betrieben und hunderten Häusern kein Heizöl mehr verbrannt wird. (mm)
Über den Prix Montagne
Die Kriterien
Für den Prix Montagne können erfolgreich umgesetzte Projekte eingereicht werden, die im Schweizer Berggebiet ihre Wirkung entfalten. Beurteilt werden die Projekte im Wesentlichen danach,
• ob sie seit mindestens drei Jahren wirtschaftlich erfolgreich sind.
• einen Beitrag zur Wertschöpfung und Beschäftigung oder zur wirtschaftlichen Vielfalt in einer Bergregion leisten.
• das Potenzial haben, als Modell von anderen aufgenommen und weiterentwickelt zu werden.
Die Jury
• Dario Cologna (Präsident): ehemaliger Profi-Langläufer
• Nadine Felix: Leiterin Projekte und Partnerschaften Schweizer Berghilfe
• Jean-Paul Lachat: Regierungsrat Kanton Jura
• Gabriela Manser: Verwaltungsratspräsidentin der Goba AG, Mineralquelle und Manufaktur
• Peter Niederer: Vizedirektor und Ressortleiter Regionalentwicklung SAB
• Roland Schegg: Professor und Tourismusexperte Hochschule für Wirtschaft Wallis (HES-SO Valais-Wallis)
• Werner Schiesser: ehemaliger CEO BDO Schweiz, Verwaltungsrat, Unternehmensberater