Die Bergbahnen Engstligenalp AG wollen die Hochebene oberhalb von Adelboden verstärkt als Ganzjahresdestination positionieren. Im Zentrum steht die geplante Erweiterung des Berghotels Engstligenalp. Die Planungsarbeiten sind weit fortgeschritten. Wenn alles nach Plan läuft, erfolgen der Baustart im Frühjahr 2028 und die Eröffnung des Hotelanbaus dann im Winter 2029. [RELATED]
Neue Zimmer, Wellness und Seminarraum
Das bestehende Personalhaus soll einem Neubau mit 22 Doppelzimmern, einem Seminarraum und einem Wellnessbereich mit Dampfbad, Sprudelbecken, Sauna und Fitnessraum weichen.
Wo das Personal künftig untergebracht wird, ist noch offen. Im Gespräch sind die Umnutzung eines Teils der bisherigen Hotelzimmer und das Anmieten von Zimmern in Adelboden.
«Mit den zusätzlichen Hotelkapazitäten sowie dem Seminar- und Wellnessangebot wollen wir die Erholung auf der Engstligenalp ganzheitlicher gestalten», sagt CEO Pascal Schär auf Anfrage. Damit will das Unternehmen die Aufenthaltsdauer der Gäste verlängern und die Auslastung über das gesamte Jahr verbessern.
Langfristig sollen Bergbahnen, Hotellerie, Gastronomie und Naturerlebnisse enger miteinander verbunden werden.
Erstmals Betrieb während der Zwischensaison
Bereits im kommenden Winter erweitert die Engstligenalp ihre Betriebszeiten. Erstmals bleiben Luftseilbahn und Bergrestaurant während der Zwischensaison jeweils von Mittwoch bis Sonntag geöffnet. Der offizielle Saisonstart ist für den 25. November vorgesehen.
Hotellerie und Gastronomie legen deutlich zu
Die wirtschaftliche Grundlage für die Weiterentwicklung präsentierte das Unternehmen an seiner 58. ordentlichen Generalversammlung vom 15. Oktober. Im Geschäftsjahr 2025/26 stieg der Betriebsertrag um 3,6 Prozent auf 7,60 Millionen Franken. Das operative Betriebsergebnis (EBITDA) erhöhte sich um 7,7 Prozent auf 1,41 Millionen Franken.
Besonders deutlich legten Hotellerie und Gastronomie zu: Ihr Umsatz wuchs um 12,3 Prozent auf 3,73 Millionen Franken. Damit gewinnt dieser Geschäftsbereich gegenüber dem klassischen Bergbahnbetrieb zunehmend an wirtschaftlicher Bedeutung.
Auch die Sommersaison entwickelte sich positiv. Zwischen Juni und September 2026 verzeichneten die Bergbahnen 21 Prozent mehr Ersteintritte als im Vorjahr. Gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt lag die Gästezahl um 31 Prozent höher. Die Entwicklung stützt die Strategie, die wirtschaftliche Basis über die Wintersaison hinaus zu verbreitern.
