Im Januar hatte Verwaltungsratspräsident Walter Vetsch des Schneesportgebiets Fideriser Heuberge angekündigt, die defizitäre Gesellschaft veräussern zu wollen. Als Grund wurden geänderte raumplanerische Vorgaben genannt. Laut Geschäftsführer Henrik Vetsch sei der Entscheid für eine weitere Saison gefallen, da alle potenziellen Interessenten noch Abklärungen für einen möglichen Kauf treffen müssten. [RELATED]
Für mögliche Käufer sei zudem wichtig, kein stillgelegtes Schneesportgebiet zu übernehmen. Eine Schliessung könnte nach Einschätzung des Geschäftsführers Stammgäste kosten, die später wieder gewonnen werden müssten. Die Familie habe sich deshalb entschieden, das finanzielle Risiko für eine erneute Wintersaison zu tragen.
Skilager generieren über 6000 Logiernächte
Zudem seien die jährlichen Skilager ausschlaggebend gewesen: Rund 1500 Kinder lernen nach Angaben des Betriebs jährlich in den Heubergen Skifahren und generieren dabei mehr als 6000 Logiernächte. Mit der Gemeinde Fideris seien ausserdem Gespräche geführt worden, um die Voraussetzungen für einen nahtlosen Übergang an eine neue Besitzerschaft zu schaffen.
Angebote sollen Abhängigkeit vom Schnee reduzieren
Die Verantwortlichen prüfen nach Angaben von Vetsch Möglichkeiten, die Abhängigkeit von der Schneesituation zu verringern, insbesondere beim Schlittelweg. Neue Gästesegmente will der Betrieb unter anderem mit dem verlängerten Schweiz Mobil-Schneeschuhtrail und der Kooperation mit den Bergbahnen Hochwang erreichen. Auch bei Skitourengängerinnen und Skitourengängern habe man einen Zuwachs festgestellt. Für sie stehen unter anderem ein Suchfeld für Lawinentrainings und ein Lawinenlehrpfad zur Verfügung. Ziel der Besitzerfamilie bleibt laut Vetsch, die touristische Nutzung der Fideriser Heuberge zu erhalten. (mm)