Die Säntisbahn ersetzt ihre Seilbahntechnik vollständig. Tal- und Bergstation bleiben bestehen, neu kommt die Bahn jedoch mit nur einem statt zwei Masten aus. Die Betreiber versprechen mehr Komfort für Gäste und eine verbesserte Windstabilität. Die Baukosten belaufen sich auf 22,7 Millionen Franken. Durch den Stillstand rechnet das Unternehmen mit einem Millionenverlust, genaue Zahlen werden nicht veröffentlicht.

Betriebsunterbruch ab Mai 2026
Ab Mai bis voraussichtlich Spätherbst 2026 bleibt der Betrieb der Säntisbahn eingestellt. Während dieser Zeit ist auch das Gipfelrestaurant geschlossen. Rund 60 Mitarbeitende, vorwiegend aus der Gastronomie, werden intern oder an externe Betriebe vermittelt. Die Betriebe auf der Schwägalp sollen geöffnet bleiben, wobei mit leicht rückläufigen Gästezahlen gerechnet wird.

Einschränkungen für Wanderer und Ausflügler
Im Sommer 2026 ist der Säntis nur zu Fuss erreichbar. Beliebte Routen wie jene über die Tierwis von der Schwägalp dürften weniger genutzt werden, da keine Talfahrt mit der Bahn möglich ist. Das Ausweichen auf benachbarte Bahnen wird erwartet. Diese sind laut Appenzellerland Tourismus auf mehr Besucher vorbereitet.

Sichtbare Lücke im regionalen Tourismusangebot
Mit jährlich rund 370’000 Passagieren ist der Säntis ein bedeutender Ausflugsberg. Der Wegfall des Betriebs sei deutlich spürbar, so St.Gallen-Bodensee Tourismus. Trotzdem könne sich die Nachfrage auf das Folgejahr verschieben, wenn die neue Bahn ihren Betrieb aufnimmt. (keystone-sda)