Im Rahmen des Hospitality Summit in Bern begrüsste Podcast-Host Jürg Schmid den langjährigen CEO Michael Maeder der Switzerland Travelcentre AG zur Live-Aufnahme des Podcasts «Destination Switzerland».
Im Gespräch geht es um die Entwicklung des Schweizer Tourismus, die Herausforderungen stark frequentierter Reiseziele und die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf den Reisevertrieb.
Die Switzerland Travel Centre AG (STC) gehört zu den grössten Anbietern von Schweiz-Reisen. Nach 14 Jahren an der Unternehmensspitze wird Maeder das Unternehmen verlassen.
Im Podcast zieht er Bilanz und spricht über die Erfolgsfaktoren des Unternehmens. Dazu zählen aus seiner Sicht die konsequente Fokussierung auf die Schweiz sowie ein breites internationales Vertriebsnetz.
Destination Switzerland
Tourismusexperte Jürg Schmid spricht einmal im Monat mit spannenden Exponentinnen und Exponenten der Branche über Themen, die der Schweizer Hospitality unter den Nägeln brennen.
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Panoramazüge als Publikumsmagneten
Auf die meistverkauften Angebote angesprochen, nennt Maeder den Glacier Express, den Bernina Express und den Swiss Travel Pass. Gleichzeitig räumt er ein, dass die Nachfrage mittlerweile an Grenzen stösst. Gerade in den Sommermonaten seien die verfügbaren Plätze in den beliebten Panoramazügen oft knapp. Wachstum sieht er deshalb vor allem in der besseren Auslastung der Nebensaison.
Chancen in etablierten und neuen Märkten
Im Gespräch mit Schmid bezeichnet Maeder Nordamerika weiterhin als wichtigsten Auslandsmarkt für STC. Trotz einer leichten Abschwächung gegenüber dem Vorjahr bewege sich die Nachfrage auf hohem Niveau. Zusätzliche Potenziale sieht er unter anderem in Indonesien, den Philippinen und Japan. Entscheidend sei jedoch nicht allein das Wachstum eines Marktes, sondern auch die eigene Position vor Ort.
Beliebte Reiseziele unter Druck
Ein weiteres Thema ist die Belastung stark besuchter Destinationen. Maeder zeigt Verständnis für die Kritik von Einheimischen in touristischen Hotspots. Gleichzeitig verwies er darauf, dass Reisende gezielt bekannte Attraktionen besuchen wollten. Die von Schweiz Tourismus angestrebte bessere Verteilung der Gäste sei ein sinnvoller Ansatz, lasse sich aber nur begrenzt steuern. «Die Schweiz hat ihre ‹Eiffeltürme› über Jahrzehnte aufgebaut, diese Highlights wollen die Gäste auch erleben», sagte Maeder im Podcast.
Künstliche Intelligenz verändert die Suche
Zum Abschluss blickt Schmid mit seinem Gast auf die Zukunft des Reisens. Maeder ist überzeugt, dass Künstliche Intelligenz die Suche und Buchung von Reisen grundlegend verändern wird. Persönliche Beratung und menschliche Erfahrung würden jedoch auch künftig eine wichtige Rolle spielen. Der Wandel werde schrittweise erfolgen und nicht von einem Tag auf den anderen.
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