Der Grosse Stadtrat beschloss die «Vision Tourismus Luzern 2030» im Januar 2022, im September desselben Jahres startete die Umsetzung. Seither hat die Stadt gemeinsam mit touristischen Partnerorganisationen, Quartiervereinen, der Bevölkerung sowie städtischen und kantonalen Stellen verschiedene Massnahmen umgesetzt oder angestossen.

Für das Tourismusmonitoring stehen inzwischen zusätzliche Instrumente zur Verfügung: ein Tourismus-Cockpit, Bevölkerungsbefragungen, eine Wertschöpfungsstudie sowie Frequenzmessungen an sechs Standorten.

Seit dem 1. Januar 2025 gilt zudem das Reglement über die Kurzzeitvermietung. Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für die neue Leistungsvereinbarung mit Luzern Tourismus ab 2028 und für die Überprüfung der Tourismusabgaben im Zuge der Revision des kantonalen Tourismusgesetzes.

Reisebusverkehr am Schwanenplatz deutlich reduziert

Ein konkretes Resultat weist die Stadt beim Reisebusmanagement aus: Nach Einführung einer Haltegebühr und Anpassungen am Reisebusregime lagen die Reisebusfrequenzen am Schwanenplatz in der Saison 2025 nach Angaben der Stadt 50 Prozent unter dem Vorjahresniveau. 

Parallel dazu werden der öffentliche Raum und die Besucherlenkung weiterentwickelt, unter anderem mit der Neugestaltung der Bahnhofstrasse, mobilen Begrünungen und der Überarbeitung des touristischen Wegleitsystems. Im Global Destination Sustainability Index verbesserte sich die Destination Luzern von 2024 auf 2025 um zehn Ränge auf Platz 31 unter mehr als 100 teilnehmenden Destinationen.

TFL setzt auf gemeinsamen Kurs

Das Tourismus Forum Luzern zieht eine positive Zwischenbilanz. Der Verband begrüsst insbesondere, dass die Stadt die Umsetzung der Tourismusvision transparent dokumentiert. Die bisherigen Fortschritte seien das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Tourismus, Stadt und weiteren Partnern.

«Die Zwischenbilanz zeigt: Steuerung und Lenkung funktionieren, wenn alle an einem Strang ziehen», sagt TFL-Präsident Ferdinand Zehnder. Für das Tourismus Forum Luzern ist die Zwischenbilanz jedoch kein Schlusspunkt. Es will sich auch bis 2030 und darüber hinaus in die weitere Entwicklung einbringen. 

Dabei gelte weiterhin «Qualität vor Quantität»: Der Tourismus solle Wertschöpfung schaffen und gleichzeitig zur Lebensqualität in Luzern beitragen. Dafür brauche es laut Zehnder weiterhin den Austausch zwischen Stadt, Kanton, Bevölkerung und touristischen Leistungsträgern. (mm)


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