Die Hof Weissbad AG blickt auf ein solides Geschäftsjahr 2025 zurück. Mit einem Umsatz von 23,9 Millionen Franken erreicht Resort und Seminarhotel im Appenzellerland den zweithöchsten Wert seiner Geschichte. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem leichten Rückgang von 1,2 Prozent.

Zahlen und Fakten
- Bruttobetriebserfolg: stabil bei 8,2 Millionen Franken
- EBITDA: Rückgang um 11,5 Prozent auf 2,2 Millionen Franken
- Gründe für tieferes EBITDA: Investitionen in neuen Marktauftritt, Digitalisierungsprojekte, Medical Wellness sowie zusätzliche Ressourcen in Verkauf und Marketing
- Jahresergebnis: dank Nutzung stiller Reserven nahezu ausgeglichen, Gewinn von 8925 Franken

Lodge mit einem Plus von 20 Prozent
Die Nachfrage entwickelte sich im Betrieb unterschiedlich. Die Logiernächte im Hotel Hof Weissbad gingen um rund fünf Prozent auf 38'894 zurück. Gleichzeitig verzeichnete die Weissbad Lodge mit 9'948 Logiernächten ein starkes Wachstum von über 21 Prozent und überschritt erstmals die Umsatzmarke von einer Million Franken.

Auch das Seminargeschäft entwickelte sich dynamisch. Mit mehr als 3'000 Logiernächten legte dieses Segment um rund 20 Prozent zu. Neue Seminarräume sollen diesen Bereich weiter stärken.

Medical Wellness als strategischer Schwerpunkt
Zu den betrieblichen Neuerungen zählt die Lancierung eines Medical-Wellness-Angebots. Das Konzept verbindet Schulmedizin mit den Bereichen Bewegung, Ernährung und Erholung. Ein eigenes Ärzteteam betreut die Gäste.

Unter dem neuen Label «Appenzell Health» bündelt das Unternehmen künftig Gesundheitsangebote in den Bereichen Bewegung, Bewusstsein, Ernährung und Entspannung. Ziel ist eine stärkere Positionierung im wachsenden Longevity-Markt.

Auch kulturelle und kulinarische Angebote wurden ausgebaut. So organisierte das Resort unter anderem Sommerkonzerte und Sushi-Events. Die Küche von Käthi Fässler hält zudem seit 2008 konstant 16 Gault-Millau-Punkte.

Neue Strategie und personelle Veränderungen
Für die kommenden Jahre strebt die Hof Weissbad AG eine weitere wirtschaftliche Stabilisierung an. Bis 2030 soll das EBITDA mittelfristig auf rund vier Millionen Franken steigen, um die Verschuldung weiter zu reduzieren.

Ein weiterer Schritt erfolgt im Frühjahr 2026: Das Unternehmen übernimmt per 7. März die Betriebsführung des Golfrestaurants in Gonten.

Im Verwaltungsrat kommt es ebenfalls zu Veränderungen. Der langjährige Gastgeber Christian Lienhard tritt aus dem Gremium zurück. Neu zur Wahl vorgeschlagen werden Bettina Fleisch, Verwaltungsratspräsidentin der Säntis Packaging AG, sowie Andreas Hunziker, ehemaliger CEO der ZFV-Unternehmungen.

Verwaltungsratspräsident Thomas Rechsteiner zeigt sich zuversichtlich: Mit engagierten Mitarbeitenden wolle man «die wirtschaftliche Stabilität weiter stärken». (mm)


[RELATED]