Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Hotels bleiben angespannt. Zwar entwickelt sich die Nachfrage im DACH-Raum weiterhin stabil, gleichzeitig geraten jedoch viele Betriebe zunehmend unter Margendruck. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Beratungsunternehmens MRP Hotels. Grundlage sind rund 20 ausgewertete Hotels in Deutschland, Österreich und der Schweiz.[RELATED]
Druck auf Full-Service-Häuser wächst
Die Analyse von MRP Hotels basiert auf Daten von Hotels im DACH-Raum und benennt Entwicklungen, mit denen auch Schweizer Betriebe konfrontiert sind: steigende Betriebs- und Energiekosten, sinkende Margen trotz stabiler Nachfrage sowie wachsender Druck auf klassische Full-Service-Hotels.
Budget- und Economy-Hotels sowie Serviced Apartments entwickeln sich derzeit stabiler als klassische Full-Service-Hotels mit hohem Personal- und Serviceaufwand. Besonders die 4-Sterne-Hotellerie stehe stärker unter Druck als noch vor wenigen Jahren.
Über MRP Hotels
MRP Hotels ist ein Beratungsunternehmen für die Hotel- und Tourismusbranche mit Standorten in Wien, München und Berlin. Das Unternehmen begleitet Investoren, Eigentümer und Betreiber bei Entwicklung, Finanzierung, Restrukturierung und Performanceoptimierung von Hotelimmobilien.
Besonders belastend wirken steigende Energie- und Personalkosten sowie geopolitische Unsicherheiten. Laut MRP Hotels reagieren Gäste zudem preissensibler und buchen kurzfristiger. Die durchschnittlichen Zimmerpreise stiegen im ersten Quartal 2026 nur leicht, während die Auslastung stärker zunahm.
Kosten, Prozesse und strategische Ausrichtung
Die Analyse zeigt, dass klassische Kennzahlen wie Auslastung oder Zimmerpreis allein nicht mehr ausreichen. Hotels müssten Kosten, Prozesse und strategische Ausrichtung laufend überprüfen und flexibel anpassen. Asset Management entwickle sich deshalb zunehmend zur zentralen Steuerungsfunktion entlang des gesamten Hotel-Lebenszyklus. (mm)