Das Hotel Heiden blickt auf ein widersprüchliches Geschäftsjahr 2025 zurück. Zwar erzielte das Haus mit 7,63 Millionen Franken den höchsten Umsatz seiner Geschichte, gleichzeitig resultierte ein Jahresverlust von rund 499'000 Franken. [RELATED]

Die durchschnittliche Auslastung sank von 70 auf 67 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Personalkosten gegenüber dem Vorjahr um fast 400'000 Franken auf 4,25 Millionen Franken. Besonders schwach entwickelte sich laut Geschäftsbericht die Restauration.

Kritik an Führung und Organisation
Der Verwaltungsrat liess 2025 eine umfassende Mitarbeitendenbefragung durchführen. Diese habe Defizite in Führung und Organisation aufgezeigt, heisst es im Bericht. In diesem Zusammenhang kam es zur Trennung von Direktorin Beatrice Forster.

Im März 2026 ernannte der Verwaltungsrat Jens Fischer zum neuen Direktor und Gastgeber des Hotels.

EM und Jubiläum prägten das Jahr
Zum 50-Jahr-Jubiläum führte das Hotel Heiden einen neuen Marktauftritt ein. Aufmerksamkeit brachte zudem die französische Frauen-Nationalmannschaft, die während der Fussball-Europameisterschaft im Hotel logierte. Die dafür nötige exklusive Schliessung in der Hauptsaison sei jedoch nicht nur positiv aufgenommen worden.

Auch ein Pop-up-Restaurant namens «Chez Henry» wurde nach wenigen Wochen wieder eingestellt.

Touristische Angebote sollen Nachfrage stärken
2026 will das Hotel gemeinsam mit Appenzellerland Tourismus die Appenzeller Ferienkarte anbieten. Gäste ab drei Übernachtungen erhalten damit kostenlose Zusatzangebote und die gratis An- und Rückreise mit dem öffentlichen Verkehr innerhalb der Schweiz. (mm)