An der Hotelfachschule Thun ist erstmals ein Jahrgang mit dem neuen Titelzusatz «Professional Bachelor» diplomiert worden. Die Absolventinnen und Absolventen erhielten am vergangenen Freitag ihre Abschlüsse als Hoteliere-Gastronomin HF beziehungsweise Hotelier-Gastronom HF mit dem Zusatz «Professional Bachelor». [RELATED]

Mehr Sichtbarkeit für die höhere Berufsbildung

Die Bezeichnung soll die höhere Berufsbildung national und international besser positionieren. Gerade für die stark international ausgerichtete Hospitality-Branche soll sie die Vergleichbarkeit praxisorientierter Abschlüsse erleichtern.

Schulleiter Raphaël Gaudart sieht darin vor allem eine Aufwertung der höheren Berufsbildung. «Mit dem ersten ‹Professional Bachelor› der Hospitality-Branche beginnt für sie und für die höhere Berufsbildung in der Schweiz ein neues Kapitel mit mehr Sichtbarkeit, Vergleichbarkeit und internationaler Anerkennung.»

Das berufsbegleitende Studium verlangt den Studierenden über mehrere Jahre einiges ab. Absolventin Leila Fabienne Saladin absolvierte während 3,5 Jahren gleichzeitig ein 80-Prozent-Arbeitspensum. «Der Abschluss hat mir gezeigt, dass ich auch grosse Herausforderungen meistern kann», sagt sie.

Saladin schloss gemeinsam mit Flurina Eggimann mit einem Notendurchschnitt von 5,31 als Beste des Jahrgangs ab. Auf Rang zwei folgte Daniel Salzmann mit 5,30, Rang drei erreichte Liam Dario Stofer mit 5,27. Stofer wurde zudem für die beste Diplomarbeit ausgezeichnet.

Auch Salzmann verbindet mit dem neuen Zusatz eine stärkere Anerkennung der Ausbildung. In der Branche seien heute neben Fachwissen unter anderem Führungsqualitäten, betriebswirtschaftliches Verständnis, Sozialkompetenz und Organisation gefragt. Er hoffe, dass der Titel diese Leistungen künftig stärker sichtbar mache.

Gastredner der Diplomfeier war Schwingerkönig Kilian Wenger. Er sprach über seinen eigenen Werdegang und darüber, dass Erfolge häufig nicht den Abschluss, sondern den Ausgangspunkt für neue Ziele bilden. (mm)