HotellerieSuisse und Schweiz Tourismus präsentierten an der heutigen Medienkonferenz in Zürich ihre Zahlen 2025. Die Schweizer Beherbergungsbranche verzeichnete, gemessen an den Logiernächten, erneut ein Rekordjahr. Martin von Moos, Präsident von HotellerieSuisse, ordnet ein: «Die hohe Nachfrage und die erneut starken Logiernächtezahlen unterstreichen das gemeinsame Engagement der Tourismusbranche über alle Ebenen hinweg.»

Die hohe Nachfrage und die erneut starken Logiernächtezahlen unterstreichen das gemeinsame Engagement der Tourismusbranche über alle Ebenen hinweg.

Martin von Moos, Präsident von HotellerieSuisse

Auch als Verband blickt HotellerieSuisse auf ein positives Jahr zurück. Die Zahl der Mitgliederbetriebe blieb stabil. Diese generierten 2025 rund 76 Prozent aller Logiernächte in der Schweiz und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur touristischen Wertschöpfung im Land.

Zahlen und Fakten

1. Gesamt
– Logiernächte total: 43'930'146 (+ 2,6 Prozent)
– Auslastung: 51,1 Prozent (+ 1,7 Prozentpunkte)

2. Nach Destinationstyp
– Metropolen: + 3,3 Prozent
– Kleinere Städte: + 3,4 Prozent
– Berg: + 1,8 Prozent
– Land: + 2,4 Prozent

3. Nach Herkunft
– Inland: + 1,4 Prozent
– Europa: + 3,9 Prozent
– Fernmärkte: + 3,4 Prozent

4. Ausgewählte Auslandmärkte
– USA: + 5,4 Prozent
– Vereinigtes Königreich: + 7,5 Prozent
– China: + 9,3 Prozent
– Golfstaaten: gleichbleibend
– Niederlande: + 1 Prozent
– Indien: + 1,8 Prozent
– Südkorea: –43'921 Logiernächte bzw. –11 Prozent

5. Einordnung wichtigste Märkte
– Deutschland: + 2 Prozent
– Wichtigster ausländischer Markt
– 2025 nur noch knapp vor den USA

Wachstum wirkt regional
Das Wachstum der Logiernächte wirkt jedoch regional, saisonal und je nach Betriebstyp unterschiedlich. Während einzelne Destinationen stark profitieren, bleibt die wirtschaftliche Wirkung andernorts begrenzt.

Die Entwicklung der Logiernächte allein erlaubt daher keine abschliessende Beurteilung der wirtschaftlichen Lage einzelner Regionen. Sie sagt wenig darüber aus, wie stabil die Auslastung über das Jahr hinweg ist oder wie sich die Situation einzelner Betriebe konkret darstellt.

Einnahmen pro Logiernacht unter Druck
Zwar konnte die Auslastung erhöht werden, gleichzeitig bestehen weiterhin freie Kapazitäten – je nach Region und Saison unterschiedlich stark ausgeprägt. Hinzu kommt, dass die Einnahmen pro Logiernacht unter Druck geraten, während die Kosten in nahezu allen Bereichen weiter steigen. Für viele Betriebe resultiert daraus ein anhaltender Margendruck trotz hoher Nachfrage.

Investitionen in Mitarbeitende und Branchenattraktivität
Die Schweizer Beherbergungsbranche stärkt gezielt ihre Mitarbeitenden und schärft ihr Profil als Arbeitgeberin. HotellerieSuisse begleitet die Betriebe dabei mit praxisnahen Instrumenten, Programmen und branchenspezifischen Initiativen.

Mit der Social-Media-Kampagne #lovetohost macht der Verband gemeinsam mit seinen Mitgliedern die vielfältigen und positiven Seiten der Arbeit in der Beherbergung sichtbar. Das Angebot «Betreuung für Ausbildungsbetriebe» unterstützt Berufsbildende und Ausbildungsverantwortliche gezielt in ihrer für den Branchennachwuchs zentralen Aufgabe. Zudem fördert HotellerieSuisse gemeinsam mit den Sozialpartnern über den L-GAV die Aus- und Weiterbildung in der Branche.

Das ist ein Beitrag zur Nachwuchsförderung, zur Sicherung von Fachkräften sowie zur langfristigen Qualität und Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Beherbergungsbranche.

Verband für verlässliche Rahmenbedingungen
Darüber hinaus setzt sich der Verband für verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen ein. Dazu gehören offene und stabile Beziehungen zu Europa, die den Zugang zu qualifizierten Fach- und Arbeitskräften ermöglichen. Ebenso zentral ist eine wirkungsvolle Standort- und Tourismusförderung. Förderinstrumente wie Schweiz Tourismus tragen wesentlich zur Nachfrageentwicklung und -steuerung sowie zur Wertschöpfung in allen Regionen des Landes bei. (mm)