Der Unterhalt des Turms koste Jahr für Jahr 30'000 bis 40'000 Franken, hat Fry ausgerechnet, wie er am Dienstag in einer Mitteilung schreibt. Da komme mit einem Zweifränkler pro Besucher nur ein kleiner Beitrag zusammen.

Zahlen müssen allerdings nur Ausflügler, die nicht bei Fry einkehren: Hotel- und Restaurantgäste, Seminar- und Banketteilnehmer erhalten «selbstverständlich» Gratiszugang, wie der gebürtige Bündner betont.

Schuld daran, dass der Turm nicht mehr gratis ist, sind laut dem Hotelier die «ewigen Rückwärtsgewandten und Dauernörgler». Diese hätten sein Angebot – hochwertiger gastronomischer Service, 4-Sterne-Hotellerie und innovative Events– «nicht geschätzt, ja aktiv bekämpft».

Fry ist Besitzer des Uto Kulm, Gipfel des Zürcher Hausbergs. 1893 übernahm er die Geschäftsleitung des dortigen Hotels. Als dessen Zukunft durch den Zusammenschluss von Bankverein und Bankgesellschaft zur UBS gefährdet war, erwarb er den Betrieb mitsamt Umschwung. Der Kulm liegt auf Gemeindegebiet Stallikon (ZH). Der streitbare Hotelier ist seit Jahren im Clinch mit Behörden, Umweltorganisationen und Gerichten bis hin zum Bundesgericht. Meistens blitzte er ab.

Einerseits geht es um den Ausbau der Anlagen auf dem Kulm, die ohne die nötigen Bewilligungen gebaut worden sind, etwa eine verglaste Terrasse. Anderseits um einen umstrittenen Gestaltungsplan für die Uetliberg-Spitze sowie um die ebenso umstrittene Umzonung von der Landwirtschafts- in die Erholungszone. (sda/htr)