Gewählt wurde Baumann an der SAB-Generalversammlung am Donnerstag in Disentis (GR). Er kenne die Probleme und Herausforderungen der Berggebiete bestens, heisst es in einem Communiqué. Er war von 2000 bis 2012 als Regierungsrat Vorsteher der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Uri. Zuvor war er von 1990 bis 2000 Gemeindepräsident von Wassen (UR).
Isidor Baumann betonte gemäss Medienmitteilung nach seiner Wahl, wie wichtig ihm die wirtschaftliche Entwicklung der Berggebiete sei: «Die Berggebiete benötigen attraktive und diversifizierte Arbeitsplätze, statt immer neue Nutzungseinschränkung.»
Dazu brauche es auch eine gleichwertige Grundversorgung, unter anderem bei Verkehr, Post und Telekommunikation. Die Nutzung von Ressourcen wie dem Wasser müsse gerecht abgegolten werden. Die Bundespolitik müsse in Zukunft wieder vermehrt auf die Anliegen der Berggebiete und ländlichen Räume Rücksicht nehmen.
Es brauche zuverlässige, langfristige Rahmenbedingungen. «Es ist beispielsweise für einen Landwirt unzumutbar, wenn er sich alle vier Jahre auf eine völlig neue Agrarpolitik einstellen muss.»
Das Präsidium der SAB besteht neben dem Präsidenten auch aus zwei Vizepräsidenten. Nationalrat Laurent Favre (FDP/NE) wurde in seinem Amt als Vizepräsident bestätigt. Neu als Vizepräsident gewählt wurde Ständerat René Imoberdorf (CSPO/VS). Er ersetzt die Urner Nationalrätin Gabi Huber (FDP), die nach acht Jahren zurücktritt. Auch der SAB-Vorstand wurde neu zusammengesetzt. (npa/sda)
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Isidor Baumann neuer Präsident der SAB
Der Urner CVP-Ständerat Isidor Baumann ist neuer Präsident der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB). Er tritt die Nachfolge von alt Ständerat Theo Maissen (CVP/GR) an, der die SAB während 15 Jahren präsidierte.
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