Im Sommer 2021 erinnerte man sich im Tourismus noch immer in Unsicherheiten des Pandemiewinters. Während viele Skigebiete im Ausland geschlossen blieben, setzte die Schweiz auf einen anderen Weg. [RELATED]

Mit Schutzkonzepten, zusätzlichen Mitarbeitenden und strengen Regeln hielten die Bergbahnen den Winterbetrieb aufrecht. Dafür erhielt Seilbahnen Schweiz damals einen Sonderpreis des deutschen Eventportals Fiylo.

Zwischen Anerkennung und Kritik
Die Auszeichnung war mehr als eine symbolische Geste. Sie zeigte, wie stark die Schweizer Bergbahnbranche international beobachtet wurde. Die offene Wintersaison galt in Europa als Sonderfall. Gleichzeitig stand sie unter kritischer Beobachtung, weil die Balance zwischen wirtschaftlichen Interessen, Tourismus und Gesundheitsschutz ständig neu austariert werden musste.

Verliehen wurde der Preis im Pop-up House of Switzerland «So Schweiz» in Stuttgart. Jörg Peter Krebs von Schweiz Tourismus Deutschland überreichte ihn an SBS-Direktor Berno Stoffel. Gewürdigt wurde vor allem der organisatorische Kraftakt hinter dem Betrieb der Skigebiete. Dazu gehörten Schutzmassnahmen, Besucherlenkung und ein hoher personeller Aufwand.

Sommerserie
Die Serie «Heute vor fünf Jahren» blickt auf Meldungen zurück, die den Tourismussektor und die Hotel- sowie Gastrobranche 2021 geprägt haben.

Symbol für den Schweizer Sonderweg
Rückblickend markiert die Auszeichnung einen Moment, in dem sich die Schweizer Tourismusbranche als handlungsfähig präsentieren wollte. Der Winter 2020/21 wurde später oft als Beispiel dafür genannt, wie stark der alpine Tourismus von Flexibilität, politischer Abstimmung und regionaler Verantwortung abhängig ist. (redaktion/bb)