Vor rund einem Jahr war Basel Austragungsort des 69. Eurovision Song Contest (ESC). Mehr als eine halbe Million Menschen besuchten Basel, weltweit verfolgten 166 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer den Anlass. Den Wettbewerb in der St. Jakobshalle gewann der österreichischen Countertenor JJ mit dem Song «Wasted Love». Der Eurovision Song Contest wirkt sich aus Sicht von Veranstaltern, Tourismus und Gewerbe auch rund ein Jahr später positiv auf Basel aus.  [RELATED]

Basel Tourismus verzeichnet seit dem ESC ein grosses internationales Medieninteresse und mehr Anfragen unterschiedlichster Publikationen, wie Direktorin Letizia Elia auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Zudem zeige sich ein typischer Effekt grosser Events: Die hohe mediale Präsenz, Influencer-Bilder und Berichte der Delegationen hätten die Neugier geweckt und Reiseentscheidungen beeinflusst. 

Mehr Touristinnen und Touristen
Die Übernachtungszahlen von 2025 lassen sich zwar nicht ausschliesslich auf den ESC zurückführen, doch die Zunahme in der zweiten Jahreshälfte legt nahe, dass dies mit der gestiegenen Aufmerksamkeit zu tun hat. Letizia Elia stellt seit dem Sommer 2025 eine deutliche Zunahme der Logiernächte im Freizeitbereich fest, vor allem an den Wochenenden. Dies helfe, den Geschäftstourismus zu kompensieren, der sich seit der Corona-Pandemie noch nicht erholt habe. 

Museen und Stadtführungen profitierten von der höheren Anzahl an Freizeitgästen. Letztes Jahr legten gemäss Tourismusstatistik die Übernachtungen von Schweizer Gästen um 7,7 Prozent zu, bei den europäischen um 15 Prozent. Nebst dem ESC trugen auch die Fussball-EM der Frauen, der Weihnachtsmarkt und die Kusama-Ausstellung in der Fondation Beyeler dazu bei. Nach Angaben des Kantons vom November löste der ESC schweizweit einen Umsatz von 248 Millionen Schweizer Franken aus. Der Region Basel brachte er 53 Millionen Franken an Wertschöpfung. (keystone-sda)