Der Garantiefonds der Schweizer Reisebranche und die Travel Professional Association (TPA) fusionieren. Nach der Zustimmung der TPA-Generalversammlung hat nun auch der Stiftungsrat des Garantiefonds grünes Licht gegeben.[RELATED]
Die TPA-Mitglieder werden zum 1. Januar 2027 in den Garantiefonds integriert. Bestehende Garantiesummen werden übernommen, ein formeller Aufnahmeprozess entfällt.
Hintergrund des Zusammenschlusses sind laut den Organisationen die steigenden Anforderungen an die Kundengeldabsicherung sowie Entwicklungen im europäischen Pauschalreiserecht. Der Garantiefonds sichert Kundengelder und Rückreisen gemäss dem Bundesgesetz über Pauschalreisen ab.
Tiefere Mindestgarantie
Mit dem Zusammenschluss führt der Garantiefonds neue Konditionen ein. Die Mindestgarantie sinkt per sofort von 50'000 auf 20'000 Franken. Künftig beträgt die Sicherheit mindestens 1 Prozent des Bruttojahresumsatzes.
Ab Januar 2027 gilt zudem ein neues Gebührenmodell mit drei Varianten. Reiseunternehmen können zwischen unterschiedlichen Modellen wählen, abhängig von ihrem Geschäftsmodell. Neu lassen sich freiwillig auch Einzelleistungen absichern.
Laut den Verantwortlichen sollen besonders kleinere Reiseunternehmen von den Anpassungen profitieren.
TPA bleibt regional präsent
Die bisherige TPA-Geschäftsstelle in Chenaux bleibt vorerst als regionales Service-Center bestehen. Zudem erhält die TPA einen Sitz im Stiftungsrat des Garantiefonds.
Der Garantiefonds zählt derzeit rund 400 Reiseveranstalter und -vermittler mit knapp 900 Filialen und Marken aus der Schweiz und Liechtenstein. Die TPA vertritt aktuell 99 Verkaufsstellen. (mm)