Die Zeiten, in denen Borer Skywork mit Geld ausstattete, seien vorbei, sagte Hartleb in einem am Freitag im «Bund» erschienenen Interview. Aber auch andere vermögende Investoren sind derzeit nicht in Sicht. Noch im Oktober 2013 gab es laut Hartleb interessierte Kreise. «Diese Idee wurde aber nicht realisiert.»

Auch die Kooperation mit der der deutschen MHS Aviation bringt zwar Kosteneinsparungen etwa beim Flugzeugunterhalt, ersetzt aber nicht die Investorensuche. «Die Partnerschaft mit MHS ist eher strategisch, nicht finanziell. Wir hatten zwar gehofft, dass wir uns auch auf finanzieller Basis näher kommen, aber das ist noch nicht eingetreten.»

2013: 12 Millionen Defizit

Trotz Sparprogramm hat Skywork 2013 ein Defizit von knapp 12 Millionen Franken eingeflogen, wie Hartleb im Interview bestätigte. In den Vorjahren 2012 und2011 lagen die Defizite bei jeweils rund 28 Millionen Franken.

Trotzdem zeigt sich Hartleb für 2014 optimistisch. Man habe drei Szenarien durchgerechnet. Im besten Fall könne der operative Verlust unter 1 Million Franken gedrückt werden. Dieses Szenario geht von einem günstigeren Leasing der Flugzeuge und Verschlankung der Administration und der IT aus.

Hartleb sagte im Interview weiter, er glaube daran, dass es möglich sei, dass Skywork einmal auf eigenen Füssen stehe – «vielleicht bereits 2015». Hingegen braucht die Airline aber «dringend neues Kapital, wie jede andere europäische Airline auch.» Er führe Gespräche mit vielen Leuten und versuche, Interesse zu wecken.

Skywork steht laut Hartleb zudem kurz vor dem Abschluss einer Interlining-Kooperation. Die Planung laufe unter anderem mit der niederländischen KLM, was möglich mache, dass man als Passagier ab Bern via Amsterdam weltweite Destinationen anfliegen könnte. Dies sei ein «enormer Schritt nach vorne.» (av/sda)