Das Restaurant «La Vie» nimmt Anfang März im Krematoriumskomplex des Bremgartenfriedhofs den Betrieb auf. Geschäftsführer Michael Kräuchi spricht von einer «Brücke zwischen Genuss und Innehalten». Das Lokal solle Raum bieten für Gespräche, Erinnerungen und neue Gedanken. Es richtet sich an Trauergäste nach Abschiedsfeiern, ebenso an Anwohnende, Berufstätige aus der Umgebung oder Spazierende.

Der Wintergarten kann für Workshops, Sitzungen und besondere Anlässe genutzt werden. Geplant sind zudem Lesungen, leise Konzerte, Gespräche über Sterben und Tod sowie Ausstellungen.

Respektvoller Umgang
Mirjam Veglio, Geschäftsführerin der bernischen Genossenschaft für Feuerbestattung, betont den respektvollen Umgang mit dem Ort. Das Krematorium werde «würdevoll, offen und nah am Menschen» belebt. Die historischen Urnenhallen stehen unter Denkmalschutz und mussten erhalten bleiben.

Impressionen Restaurant «La Vie»

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Neue Nutzung für kaum gefragte Hallen
Urnenbestattungen in den bestehenden Hallen werden laut Veglio heute kaum mehr nachgefragt. Viele Angehörige nähmen Urnen mit nach Hause oder wünschten eine Beisetzung im Freien.

Vor diesem Hintergrund suchte die Genossenschaft nach einer neuen Nutzung. Ziel sei es gewesen, einen Mehrwert für den Friedhof zu schaffen, statt die Hallen ausschliesslich museal zu erhalten. (keystone-sda)


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