Michel Péclard macht aus seinem Misstrauen gegenüber bestimmten Krankmeldungen keinen Hehl. Für seine Gastronomiebetriebe hat er deshalb eine klare Regel eingeführt: Wer sich krankmeldet, muss sich an eine Vertrauensärztin wenden. Péclard begründet den Schritt mit Erfahrungen aus seinen Betrieben. Seine zugespitzte Bilanz: «Die Mitarbeitenden bescheissen uns nicht mehr.»

«Hospitality Insight»: Der Videocast für die Branche

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Péclard spricht von deutlich weniger Absenzen

Nach Angaben des Gastronomen hat die Massnahme Wirkung gezeigt. Er spricht von 70 Prozent weniger Absenzen seit der Einführung der Regelung. Für Péclard ist das auch eine wirtschaftliche Frage: Ausfälle von Mitarbeitenden verursachten in einem Unternehmen seiner Grösse erhebliche Kosten. Gleichzeitig macht er deutlich, dass er nicht Krankheit an sich infrage stellt, sondern gegen aus seiner Sicht ungerechtfertigte Absenzen vorgehen will.

Zwischen Vertrauen und Kontrolle

Damit berührt Péclard eine sensible Frage der Personalführung im Gastgewerbe: Wie viel Vertrauen ist nötig, und wann beginnt ein Unternehmen stärker zu kontrollieren? Péclard positioniert sich im Gespräch klar auf der Seite der Kontrolle, wenn Zweifel an Krankmeldungen bestehen. Seine Aussagen dürften gerade in einer personalintensiven Branche Diskussionen auslösen – zumal er das Thema bewusst ohne diplomatische Umschreibungen anspricht.


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