«Wir haben keine Angst vor den falschen Gästen, sondern vor zu wenigen.» Mit diesem Satz bringt Angelo Trotta, Direktor von Ticino Turismo, die Haltung der Organisation auf den Punkt. Im htr-Videocast «Hospitality Insight» spricht er mit Gastgeber Gaston Haas über die Zukunft des Tourismus im Tessin – und räumt mit einigen Klischees auf.
Tagesgäste sind im Tessin willkommen
Tagesgäste, die für einen Espresso oder eine Pizza über den Gotthard ins Tessin reisen, seien ausdrücklich willkommen. Zwar wären Übernachtungen aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht wünschenswert, doch auch spontane Ausflüge schafften Wertschöpfung für Gastronomie und Detailhandel. Von Overtourism, wie ihn Destinationen wie Barcelona oder Venedig kennen, sei das Tessin zudem noch weit entfernt.
«Ticino 365» soll mehr Gäste im Winter anziehen
Ein weiteres Thema ist die Initiative «Ticino 365». Mit ihr will Ticino Turismo die Nebensaison stärken und Betriebe motivieren, auch in den Wintermonaten geöffnet zu bleiben. Erste Zahlen stimmen Trotta optimistisch. Ebenso spricht er über den Fachkräftemangel, die Rolle der Grenzgänger aus Italien und darüber, weshalb das Tessin trotz ähnlicher Landschaften etwas bietet, das andere Regionen nicht kopieren können: die Verbindung von Swissness und mediterranem Lebensgefühl.
Was hinter dieser Strategie steckt und weshalb für Trotta ein Cappuccino in Ascona anders schmeckt als in Zürich oder Basel, erfahren Sie im vollständigen Gespräch mit Gaston Haas im htr-Videocast «Hospitality Insight».
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