Rund 90 Fachleute aus der Schweizer Hospitality- und Food-Branche nahmen am Innovationsforum Schweiz – Südtirol teil. Im Fokus standen innovative Konzepte, die Wirtschaftlichkeit mit Regionalität, Kultur und Nachhaltigkeit verbinden. Mit Fachreferaten eröffneten der Südtiroler Drei-Sterne-Koch Norbert Niederkofler und der Hospitality-Experte Thomas Steiner den Anlass. Die anschliessende Podiumsdiskussion wurde von Reto E. Wild, Chefredaktor des GastroJournals, moderiert.

Regionalität als Erfolgsfaktor
Norbert Niederkofler gilt als Pionier einer konsequent regionalen Küche. Mit seinem Konzept «Cook the Mountain» setzt er auf lokale Produkte, Biodiversität und traditionelle Konservierungsmethoden. Sein Ansatz zeigt, wie kulinarische Authentizität und nachhaltiges Wirtschaften erfolgreich kombiniert werden können.

Auch Michaela Frank verfolgt diesen Weg. Die Zürcher Gastronomin verbindet asiatische Einflüsse mit regionalen Zutaten aus der Schweiz. Mit ihrem Pop-up «Chinatown Deluxe» demonstriert sie, wie globale Inspiration und lokale Herkunft überzeugend zusammenfinden.

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Nachhaltigkeit wirtschaftlich gedacht
Thomas Steiner stellte das Projekt «OLM Nature Escape» vor. Das energieautarke Eco-Aparthotel setzt auf kreisförmige Architektur, erneuerbare Energien und schlanke Betriebsstrukturen. Sein Beispiel zeigt, dass Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg kein Widerspruch sein müssen.

Authentische Erlebnisse statt Konsum
Marco Zanolari, CEO von The Living Circle, betonte die wachsende Bedeutung regionaler Wertschöpfung. Die Hotelgruppe arbeitet eng mit eigenen Landwirtschaftsbetrieben und lokalen Produzenten zusammen. Für Zanolari suchen Gäste heute vor allem authentische Erlebnisse und glaubwürdige Geschichten. Regionalität und Herkunft werden damit zu zentralen Bestandteilen moderner Gastfreundschaft. (mm)


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