Die Pensionskasse Graubünden entwickelt zwischen Kasernenstrasse, Sägenstrasse und Bienenstrasse in Chur ein Neubauprojekt mit gemischter Nutzung. Das Baurecht für den zentral gelegenen Standort hatte sie bereits vor über zehn Jahren erworben.[RELATED]

Gemäss PK-Direktorin Andrea Seifert entsteht «eine langfristig attraktive Immobilienanlage» mit marktgerechtem Renditebeitrag. Gleichzeitig leiste das Projekt einen Beitrag zur Stadtentwicklung von Chur.

Teil eines grösseren Entwicklungsgebiets
Das Vorhaben ist Teil der langfristigen Entwicklung rund um das Welschdörfli und basiert auf einem gemeinsam mit der Stadt Chur erarbeiteten Richtprojekt. Ziel sei «eine qualitativ hochwertige, städtebaulich überzeugende Entwicklung», sagt Benno Patt, Leiter Immobilienanlagen. Einbezogen würden auch angrenzende Areale wie das Stadthallenareal.

Wohnen und Hotel
Geplant ist ein fünfgeschossiges Wohnhaus entlang der Sägenstrasse. Direkt an der Kasernenstrasse sei Wohnen «aufgrund der Verkehrslärmbelastung eingeschränkt», erklärt Patt. Deshalb wird dieser Bereich für den Hotelbetrieb mit Gastronomie genutzt.

Stadthotel mit 67 Zimmern
Geplant ist ein ganzjährig betriebenes Stadthotel mit 67 Zimmern. Es richtet sich an Business- und Freizeitreisende sowie an Einzelpersonen, Paare und Familien. Die zentrale Lage in der Nähe von Altstadt, Welschdörfli und Brambrüeschbahn soll die touristische Infrastruktur stärken.

«Es hat gut Platz»
Jago Leyssens, Präsident HotellerieSuisse Sektion Chur und Umgebung, zeigt sich nicht überrascht. Man habe seit Längerem Kenntnis vom Projekt der Pensionskasse Graubünden inklusive Hotelplänen gehabt. In Chur bestehe seit Jahren eine hohe Nachfrage mit entsprechend guter Zimmerauslastung. «Es hat gut Platz für ein zusätzliches Haus», sagt Leyssens.

Er begrüsst, dass ein Betreiber gefunden wurde, und ist gespannt, «wen wir als Kollegen ab 2028 begrüssen dürfen». Neue Marktteilnehmende würden den Wettbewerb beleben. Entscheidend sei, wie Angebot und Positionierung ausgestaltet werden. Davon hänge ab, für welche bestehenden Betriebe das neue Hotel stärker oder weniger relevant werde.

Wer den Betrieb übernimmt, wird aus vertraglichen Gründen noch nicht kommuniziert, heisst es in der Medienmitteilung der PK Graubünden. Es handle sich um ein in mehreren Regionen verankertes Schweizer Unternehmen mit bestehenden Hotelbetrieben.

Langfristige Perspektive
Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 38 Mio. Franken. Laut Seifert trägt der Renditebeitrag «zur langfristigen Sicherung der Leistungen» für die Versicherten bei.

Der Baustart ist im Sommer 2026 vorgesehen. Wohnungen und Hotel sollen im Sommer oder Herbst 2028 bezugs- beziehungsweise betriebsbereit sein.