Nach dem Bergsturz im Lötschental war die Fafleralp über Monate kaum erreichbar. Obwohl das traditionsreiche Hotel unbeschädigt blieb, musste der Betrieb eingestellt werden. Der Grund war die unterbrochene Zufahrtsstrasse.[RELATED]

Für Gastgeberin Barbara Achrainer war die Situation geprägt von Unsicherheit. «Wir hatten viele Monate Ungewissheit», sagt sie. Besonders die Finanzierung und die Zukunft der Strasse bereiteten Sorgen.

Nun zeichnet sich eine Lösung ab. Die Zufahrtsstrasse zur Fafleralp soll bis Mitte Juni wieder befahrbar sein. Damit bleibt dem Team noch etwas Zeit bis zum geplanten Saisonstart am 4. Juli, wie es auf Kanal9 heisst.

Neustart nach schwieriger Zeit
Die Wiedereröffnung bedeutet für den Betrieb einen wichtigen Schritt. Einfach sei der Neustart nicht, sagt Achrainer. Die Motivation im Team sei jedoch gross.

Der Sommer steht unter dem Motto «Return to Paradise». Für die Gastgeberin bedeutet das eine Rückbesinnung auf die Geschichte des Hauses. «Zurück zu unseren Wurzeln», sagt sie. Die Fafleralp habe Weltkriege und die Pandemie überstanden. Nun wolle man auch diese Krise bewältigen.

Unterstützung für den Betrieb
Die monatelange Betriebspause hat jedoch deutliche Spuren hinterlassen. Vor allem finanziell ist der Schaden gross.

«Es braucht Lösungen, um das Hotel zu erhalten», sagt Pascal Indermitte, Verwaltungsratspräsident des Hotel Fafleralp. Der Betrieb hat Härtehilfen des Kantons erhalten. Zudem hat eine Spendenkommission inzwischen einen namhaften Beitrag zugesagt. Auch von privaten Dritten sind Spenden eingegangen.

Der Verwaltungsrat arbeitet derzeit an mehreren Fronten daran, langfristige Lösungen zu finden. Ziel ist es, den Betrieb zu stabilisieren und das traditionsreiche Haus zu sichern.

Perspektive für die kommenden Jahre
Mittelfristig soll das Hotel wieder zu einem regulären Saisonbetrieb zurückkehren. Geplant ist, den Normalbetrieb im Winter 2028/29 wieder aufzunehmen. Dann soll das Hotel Fafleralp wie früher rund acht Monate pro Jahr geöffnet sein.