Das Hotel Vitznauerhof mit privatem Seeanstoss verlängert erstmals seine Saison in den Winter. «Die Initiative dazu ist aus dem Kaderteam gekommen», sagt Gastgeber Raphael Herzog gegenüber der htr hotelrevue. Ein wichtiges Motiv sei, mehr Mitarbeitende ganzjährig beschäftigen zu können. Das gelte auch für die Lernenden. Zudem sollen die Winterumsätze dazu beitragen, die laufenden Kosten zu decken.[RELATED]

Hinzu komme die gestiegene Nachfrage. «Die Wochenenden am See werden auch im Winter immer beliebter», sagt der Hotelier. Es passt auch in die regionale Entwicklung: Luzern Tourismus positioniert den Winter seit einigen Jahren stärker. 

Reduzierter Betrieb mit gezielten Angeboten

Für Individualgäste setzt das 53-Zimmer-Hotel vorwiegend auf einen Wochenendbetrieb. Unter der Woche stehen Gruppen, Seminare und damit das MICE-Geschäft im Vordergrund. Über die Festtage öffnet das Haus durchgehend. Die erste Wintersaison dauert bis Mitte Februar. Bisher war der Vitznauerhof vom Frühling bis in den Spätherbst geöffnet.

Dezentes Zusatzangebot im Winter

Das zusätzliche Angebot hält das Hotel laut Herzog bewusst kleiner als während der Sommersaison. Ganz auf zusätzliche Anreize verzichtet es aber nicht. Das Restaurant Inspiration und der 900 Quadratmeter grosse Spa bleiben geöffnet. Dazu kommen eine Saunagondel am See, Fondue auf dem Zimmerbalkon und von November bis Mitte Dezember ein Fondue-Schiff.

Auch einzelne Veranstaltungen sollen Gäste anziehen. Über Silvester ist ein Programm vorgesehen. Im Januar folgt mit «Dreh dich nicht um» eine immersive Dinner-Inszenierung von Regisseur Florian Rexer. Laut Medienmitteilung wird im Ort zudem ein Weihnachtsmarkt mit rund 70 Ständen durchgeführt.

60 Prozent Auslastung für Break-even

Wirtschaftlich setzt sich der Vitznauerhof für die erste Wintersaison ein klares Ziel. «Wir streben Break-even an», sagt Herzog. Dafür brauche es an den Wochenenden regelmässig eine Auslastung von rund 60 Prozent. 

Die Winteröffnung ist zunächst ein Versuch. Langfristig will der Vitznauerhof den zusätzlichen Saisonabschnitt jedoch etablieren. «Die Idee ist, es jetzt zu probieren und danach weiterzuführen», sagt Herzog.