Die Hotelfachschule Thun richtet ihre Grundbildung stärker auf die Bedürfnisse von Saison- und Ganzjahresbetrieben aus. Ab dem Schuljahr 2026/27 führt die Schule für die Ausbildung zur Hotelkommunikationsfachfrau beziehungsweise zum Hotelkommunikationsfachmann EFZ ein neues Blockmodell ein.
Zwei Varianten bei Hotelkommunikation
Betriebe können künftig zwischen zwei Varianten wählen. Beim saisonoptimierten Modell findet der Unterricht verstärkt in der Zwischensaison statt. Dadurch stehen Lernende während der stark frequentierten Hauptsaison vollständig im Betrieb zur Verfügung. Alternativ bleibt ein klassisch aufgebautes Standardmodell bestehen, das sich vor allem für Ganzjahresbetriebe eignet.
Schulleiter Raphaël Gaudart spricht von einem «klaren Mehrwert für alle Beteiligten». Betriebe gewinnen laut Gaudart an personeller Stabilität in arbeitsintensiven Zeiten, während Lernende von klar strukturierten Theorie- und Praxisphasen profitieren.
Ausbildung, Praxis und überbetriebliche Kurse am selben Ort
Ein weiterer Bestandteil der Neuausrichtung ist die Bündelung verschiedener Ausbildungselemente. Theorieunterricht, Praxis sowie überbetriebliche Kurse finden künftig am selben Ort statt. Dadurch sollen administrative Abläufe vereinfacht und Reisezeiten reduziert werden.
Flexible Unterkunft
Parallel dazu führt die Schule ab August 2026 ein flexibles Unterkunftsmodell ein. Lernende können wählen, ob sie während der Schulphasen im Schulhotel Regina oder später auf dem neuen Campus übernachten möchten, inklusive Vollpension. Alternativ ist auch nur die Teilnahme am gemeinsamen Mittagessen möglich.
Umzug auf neuen Campus
Die Neuerungen sind Teil einer grösseren Entwicklung der Schule. Im Oktober 2026 zieht die Grundbildung auf den neuen Campus der Hotelfachschule Thun um. Dort werden Grundbildung, Höhere Fachschule und Weiterbildung unter einem Dach vereint.
Mit dieser Infrastruktur will sich die Schule als moderner Ausbildungsstandort für die Hospitality-Branche positionieren. (mm)