Seit drei Jahrzehnten würdigt Icomos Suisse Betriebe, die historische Bauten sorgfältig erhalten und zeitgemäss weiterentwickeln. Getragen wird die Auszeichnung von der Arbeitsgruppe Historisches Hotel und Restaurant gemeinsam mit GastroSuisse, HotellerieSuisse, Schweizer Heimatschutz und Schweiz Tourismus. Nun folgt eine inhaltliche und strukturelle Neuausrichtung.[RELATED]

Mehr als Denkmalpflege
Im Zentrum steht künftig nicht mehr nur die bauliche Qualität. Auch das Gästeerlebnis, Service, Nachhaltigkeit, regionale Verankerung und Innovationskraft fliessen stärker in die Beurteilung ein. «Die Auszeichnung ist fachlich etabliert. Nun soll ihre Wirkung über die Fachkreise hinaus entfaltet werden», hält das Co Präsidium der Arbeitsgruppe fest.

Wissenschaftlich begleitet
Konzeptionell begleitet wurde der Prozess von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Professor Stefan Forster spricht von einer Öffnung in die Zukunft. Die neue Bezeichnung mache sichtbar, wie historische Authentizität und zeitgenössische Gastfreundschaft zusammenwirken.

Neue Vergabepraxis
Neu will die Jury Betriebe auch selbst nominieren. Zudem sollen thematische Schwerpunkte gesetzt werden. Die Auszeichnung wird künftig im Zweijahresrhythmus vergeben und durch Begleitprogramme wie Veranstaltungen, Publikationen und ein einfaches Monitoring ergänzt.

Als nächsten Schritt haben Icomos Suisse und die Partner ein Innotour Projekt beim Seco eingereicht. Ziel bleibt, Betriebe auszuzeichnen, die ihr historisches Erbe verantwortungsvoll weiterentwickeln und sichtbar machen. (mm)