Eine neu gegründete Interessengemeinschaft will das Wachstum der Hotellerie in Luzern begrenzen. Die Initiative «Luzerner Tourismus in Balance!» verlangt, dass die Zahl der bewilligten Hotelbetten künftig nicht mehr steigt. Referenzpunkt soll das Jahr der Annahme der Vorlage sein.[RELATED]
Differenzierte Obergrenze
Vorgesehen sind differenzierte Obergrenzen je Hotelkategorie. Damit soll laut Initianten ein vielfältiges Angebot erhalten bleiben, von der Jugendherberge bis zum 5-Sterne-Hotel.
Neue Hotelprojekte wären weiterhin möglich, jedoch nur unter klaren Bedingungen. Ein neuer Betrieb dürfte nur entstehen, wenn gleichzeitig ein bestehender Betrieb derselben Kategorie aufgegeben wird. Zudem müsse ein Projekt einen nachweisbaren Mehrwert für Quartier und Bevölkerung schaffen.
SP-Initiative
Zu den Initianten gehört unter anderem SP-Nationalrat David Roth. Sie begründen das Anliegen mit den Folgen des Tourismuswachstums. Genannt werden steigende Mieten und zunehmende Verkehrsbelastung.
Auch bestehende Regulierungen greifen aus Sicht der Initianten zu kurz. Zwar hat die Stadt Luzern kürzlich die Kurzzeitvermietung von Wohnungen eingeschränkt. Diese Regeln könnten jedoch umgangen werden, etwa durch neue Self-Check-in-Hotels.
Als Vorbild verweisen die Initianten auf die Stadt Amsterdam, die bereits eine vergleichbare Begrenzung kennt. (keystone-sda)