Das Schloss Blankenburg schlägt ein neues Kapitel auf. Ende Juli eröffnet im historischen Gebäude ein Bed & Breakfast mit sechs Zimmern. Es ist Teil eines neuen Betriebskonzepts, mit dem die Stiftung Schloss Blankenburg auf die wirtschaftlichen Herausforderungen der vergangenen Jahre reagiert.

Die Stiftung hatte das Schloss vor rund 15 Jahren vom Kanton Bern übernommen. Seither wurde der Betrieb mit Mieteinnahmen, Beiträgen von Gönnerinnen und Gönnern sowie grossem ehrenamtlichem Engagement der Stiftungsratsmitglieder getragen. 

Dieses Modell erweist sich langfristig als nicht mehr tragfähig. Mit der Neuausrichtung soll das Schloss als Baudenkmal von regionaler Bedeutung erhalten und gleichzeitig stärker belebt werden.

Bed & Breakfast ergänzt das Kulturangebot

Das Bed & Breakfast mit sechs Zimmern wird von der gebürtigen Saanerin Anne-Sophie Jaggi und ihrem Lebenspartner Lukas Gasser geführt. 

Ergänzt wird das Angebot durch ein kleines gastronomisches Angebot an ausgewählten Abenden. Auch kulturelle Veranstaltungen, zivile Trauungen und weitere öffentliche Anlässe bleiben Teil des Angebots.

Die historischen Räume werden nur behutsam angepasst und behalten ihren Charakter. Statt klassischen Hotelkomfort in den Mittelpunkt zu stellen, setzt das Betriebskonzept auf Authentizität und Atmosphäre. So nutzen die Gäste gemeinschaftliche Badezimmer. Besonderes Augenmerk gilt einer hochwertigen Einrichtung sowie einem kulinarischen Angebot mit möglichst regionalen Produkten.

Stiftung bleibt Eigentümerin

Mit der Neuausrichtung wurde auch der Stiftungsrat neu zusammengesetzt. EHL- Almna Anne-Sophie Jaggi und HF Thun-Absolvent Lukas Gasser gehören dem Gremium neu an. Das Schloss bleibt im Besitz der Stiftung und wird weiterhin nach deren gemeinnützigem Zweck betrieben. Ziel ist es, das historische Gebäude langfristig als Ort für Gäste, Kultur und die Bevölkerung zu erhalten. (mm)


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