Wellness war lange stark auf das Individuum ausgerichtet: Treatment, Rückzug und persönliche Optimierung. Laut dem Global Wellness Summit verschiebt sich der Fokus nun hin zu gemeinsamen Erlebnissen. Im Trendbericht 2026 spricht die Organisation von der «Festivalization of Wellness».

1. Wellness-Festivals kommen ins Hotel

Wellness wird zum mehrtägigen Event. Resorts wie Six Senses, Soneva und SHA Wellness veranstalten laut Global Wellness Summit immersive Wellness-Festivals. Dabei werden verschiedene Angebote wie Bewegung, Musik, Lernen und kreative Aktivitäten zu einem gemeinsamen Erlebnis verbunden.

2. Der Spa wird zum Treffpunkt

Statt Wellness ausschliesslich als individuellen Rückzug zu verstehen, rückt das gemeinsame Erleben stärker in den Vordergrund. Der Trendbericht nennt unter anderem gemeinschaftliche Saunakultur und Rituale. Damit gewinnt auch die soziale Funktion von Wellnessbereichen an Bedeutung.

3. Tanzen wird zum Wellness-Angebot

Alkoholfreie Morning-Raves und andere Tanzveranstaltungen verbinden Bewegung, Musik und Begegnung. Der Global Wellness Summit nennt zudem sogenannte Grief-Raves sowie kopfhörergeführte somatische Tanzangebote wie Sanctum. Im Zentrum stehen gemeinsames Erleben und emotionale Entlastung.

4. Musik wird Teil des Wellness-Konzepts

Musik und Bewegung sollen nicht bloss unterhalten. Im Trendbericht werden sie als Elemente gemeinschaftlicher Wellness-Erlebnisse beschrieben. Dabei geht es um Formate, bei denen die Teilnehmenden aktiv eingebunden werden, statt ein Angebot lediglich zu konsumieren.

5. Fitness bekommt Festivalcharakter

Auch Fitnessveranstaltungen entwickeln sich zu Gemeinschaftserlebnissen. Als Beispiel nennt der Global Wellness Summit Hyrox, dessen Veranstaltungen Hunderttausende Teilnehmende und Zuschauende anziehen. Sport, Publikum und gemeinsames Feiern verschmelzen dabei zu einem Event.

6. Wellness löst sich von der Selbstoptimierung

Der Trendbericht beschreibt eine Abkehr von Wellness-Angeboten, die vorwiegend auf Disziplin und persönliche Optimierung ausgerichtet sind. Stattdessen gewinnen Freude, Teilhabe und Zugehörigkeit an Gewicht. Wellness soll dadurch zugänglicher und weniger leistungsorientiert werden.

7. Hotels werden zu Orten der Gemeinschaft

Für die Hotellerie liegt darin eine interessante Entwicklung. Laut Global Wellness Summit gestalten Hotels, Wellness-Anbieter und Immobilienentwickler zunehmend Räume und Programme für gemeinsame Erlebnisse. Das Hotel wird damit nicht nur zum Ort für Übernachtung und Erholung, sondern auch zum Treffpunkt für eine temporäre Gemeinschaft.

 

Wer gibt diese Trends heraus?
Die hier vorgestellten Trends basieren auf den jährlichen «Top‑10‑Trends» und laufenden Trend‑Reports des Global Wellness Summit (GWS), der Konferenz für die globale Wellness‑Branche. Der GWS bringt jährlich Führungskräfte aus Business, Wissenschaft und Regierung zusammen und veröffentlicht im Vorfeld seines November‑Summits die branchenweit beachteten Trendprognosen für das kommende Jahr.

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