Mit den neuen Swiss Hospitality Awards setzt HotellerieSuisse im Rahmen des Hospitality Summit 2026 ein markantes Zeichen: Erstmals werden herausragende Leistungen der Branche systematisch ausgezeichnet. Das neue Format versteht sich nicht als blosse Preisverleihung, sondern als neues, eigenständiges Instrument der Standortbestimmung in Sachen Exzellenz in der Hospitality. Es macht Best Practices sichtbar, inspiriert die Branche zur Weiterentwicklung und schafft Orientierung für die Zukunft.

Glamour garantiert
Seien Sie dabei, wenn am 3. Juni 2026 in Bern die Swiss Hospitality Awards erstmals verliehen werden. Auf dem Höhepunkt des Hospitality Summit erleben Sie Anerkennung für Exzellenz und grosse Leistungen. Freuen Sie sich auf einen festlich-stilvollen Abend voller Inspiration und Emotionen. Durch die Award Night führen Jennifer Bosshard und Bastian Baker. Damit sind beste Unterhaltung und Glamour garantiert.

Die Awards werden in drei Kategorien verliehen:
· Fach-Award
· Personen-Award
· Exzellenz und Gästeerlebnis

Die ersten beiden Kategorien – der Fach- und der Personen-Award – basieren auf Nominationen aus dem Netzwerk von HotellerieSuisse. Branchenexpertinnen und -experten schlagen potenzielle Preisträger vor. Die Jury wählt aus der Shortlist die Gewinner, die Gewinnerinnen aus.

Die dritte Kategorie wiederum rückt die Exzellenz und herausragende Gästeerlebnisse und Gästebewertungen ins Zentrum. Ein naheliegender Fokus in einer Branche, deren wertvollste Währung die Zufriedenheit der Gäste ist. 

HotellerieSuisse setzt aber nicht auf Symbolik, sondern auf Systematik. Grundlage bildet ein mehrstufiger Evaluationsprozess auf drei Säulen, der Transparenz gewährleisten soll:
1. Gästebewertungen
2. Expertenbewertungen
3. Jury

In einem ersten Schritt dienen aggregierte Gästebewertungen als Selektionsfilter. Über die Customer-Experience-Plattform Trust You wurden jene Betriebe identifiziert, die innerhalb ihrer Sternekategorie überdurchschnittliche Bewertungen erzielten. So schafften es 708 Hotels, rund ein Drittel der Mitglieder von HotellerieSuisse, in die nächste Runde. 

In einem zweiten Schritt folgt die vertiefte Expertenbewertung durch Lead-Auditoren und -Auditorinnen. Anhand eines detaillierten Kriterienkatalogs mit 30 Fragen werden die Betriebe in den folgenden fünf Themenfeldern bewertet:
· Gastgeber & Team
· Service & Hospitality
· Produkt & Erlebnis
· Architektur & Interieur
· Einzigartigkeit & Differenzierung 

Die Bewertung erfolgt auf einer Skala von 1 bis 7 und wird in einem separaten Award-Tool vorgenommen. Das führt zu einem Ranking der selektionierten Betriebe pro Kategorie, wobei die jeweils Top 10, gesamthaft 50 Betriebe, der Jury zur Beurteilung übergeben werden.

Im dritten Schritt folgt die unabhängige Beurteilung der neunköpfigen Jury. Ihre Arbeit wiederum gliedert sich in zwei Phasen: Zunächst bewertet jedes Jurymitglied die nominierten Betriebe und Persönlichkeiten individuell mittels Punktevergabe. Diese Rangierung dient als Basis für die Jurysitzung, an der die sieben Award-Gewinner eruiert werden. Das Resultat ist ein Entscheid, der sowohl datenbasiert als auch diskursiv abgestützt ist.


Die Jurymitglieder des Swiss Hospitality Awards
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Sechs Fragen an Letizia Elia, CEO von Basel Tourismus und Jurypräsidentin der Swiss Hospitality Awards.

«Die Jury ist bewusst divers besetzt»

Die Swiss Hospitality Awards feiern am 3. Juni Premiere. Spüren Sie schon Vorfreude?
Ja, ich freue mich sehr auf diese Premiere. Ich bin selbst unglaublich gerne Gast in Hotels. Und ich erlebe immer wieder, mit wie viel Herzblut, Aufmerksamkeit und Professionalität Menschen in dieser Branche arbeiten. Genau dieses Engagement passiert oft leise und verdient mehr Sichtbarkeit. Deshalb bedeutet mir dieser Anlass viel.

Sie präsidieren eine Jury, in der HotellerieSuisse bewusst nicht vertreten ist. Wie unabhängig kann eine Jury in einem vergleichsweise kleinen Markt sein?
Für mich entsteht Unabhängigkeit nicht durch Distanz, sondern durch Haltung, Transparenz und die Qualität der Diskussion. Die Jury ist bewusst divers besetzt mit Perspektiven aus Wissenschaft, Praxis, Innenarchitektur und Tourismus. Diese Vielfalt ermöglicht differenzierte Einschätzungen und verhindert Einseitigkeit. Entscheidend sind die Glaubwürdigkeit der Menschen, ihre Erfahrung, Integrität und ihr Urteilsvermögen.

Die Awards setzen auf Gästebewertungen, Expertenwissen und die Jury. Welches sind die Vorteile dieses Vorgehens?
Ich schätze besonders die Verbindung der Perspektiven. Die Gästefeedbacks zeigen die Realität im Alltag. Die Auditoren bringen fachliche Tiefe und Verständnis für den Betrieb. Und die Jury ordnet alles ein. So entsteht ein Gesamtbild, das weder rein datengetrieben noch subjektiv ist, sondern ausgewogen und fundiert.

Eine der drei Award-Kategorien fokussiert auf Exzellenz und herausragende Gästeerlebnisse. Was ist damit konkret gemeint?
Exzellenz ist für mich das, was man spürt. Es sind Momente, in denen alles stimmig ist – getragen von Menschen, die Gastgeber aus Überzeugung sind. Oft sind es kleine Gesten und eine spürbare Haltung im Team. Wenn sich das durch das ganze Haus zieht, entsteht ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt.

Transparenz im Prozess, aber Diskretion bei den Resultaten: Warum veröffentlichen Sie keine Rankings oder Punktzahlen?
Ich bin überzeugt, dass sich echte Gastfreundschaft nicht sinnvoll in Rankings oder Punktzahlen abbilden lässt. Als Gast erlebe ich, wie unterschiedlich gute Häuser sein können – und wie wenig eine Zahl darüber aussagt, was einen Ort besonders macht. Gleichzeitig ist uns Transparenz im Prozess wichtig: Kriterien, Methodik und Bewertung sind klar definiert. Deshalb stellen wir die Anerkennung in den Mittelpunkt, nicht den Vergleich. Das schafft «mehr Wert» – für Betriebe und Branche.

Hand aufs Herz: Was unterscheidet einen ausgezeichneten Betrieb von einem sehr guten? Ist es messbare Qualität oder letztlich doch Bauchgefühl?
Der Unterschied liegt oft in der Konsequenz. Ein ausgezeichneter Betrieb lebt sein Konzept über alle Ebenen hinweg – klar und für den Gast spürbar. Messbare Qualität ist wichtig, aber sie erzählt nie die ganze Geschichte. Entscheidend ist die Gesamtwirkung: Atmosphäre und das Gefühl, das bleibt. Genau dort beginnt Exzellenz.
 

[IMG 2] Hospitality Summit 2026
Am 3. und 4. Juni 2026 gehört die Festhalle Bern ganz der Branche.
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