An der Medienkonferenz vom Donnerstag, 16. April im Novotel Lugano Paradiso zog HotellerieSuisse Ticino eine positive Bilanz. Laut dem Verband stiegen die Logiernächte 2025 gegenüber dem Vorjahr um 3,69 Prozent. Im Vergleich zu 2023 ergibt sich ein Plus von 2,13 Prozent. Die durchschnittliche Auslastung erreichte 43,4 Prozent. Damit sei 2025 das drittbeste Jahr der vergangenen 15 Jahre gewesen.

Präsidentin Sonja Frey sprach von einem soliden und kontinuierlichen Wachstum. Besonders wichtig bleibt der Heimmarkt. Gäste aus der Schweiz machten 60 Prozent des Volumens aus, was einem Plus von 1 Prozent entspricht. Bei internationalen Märkten legten vor allem Grossbritannien mit 14 Prozent und die USA mit 11 Prozent zu.

Winter gewinnt an Gewicht
Auch die Wintersaison entwickelt sich positiv. Von November bis Februar wurden im Tessin 349'483 Hotelübernachtungen gezählt. Das sind 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr und 10,1 Prozent mehr als zwei Jahre zuvor. Die Zahl der Ankünfte stieg im selben Zeitraum auf 189'500, ein Plus von 4,4 Prozent.

Herkunftsmärkte Winter
- Schweiz: 57,4 Prozent
- Italien: 14,8 Prozent
- Deutschland: 7,0 Prozent

Wachstum verzeichneten zudem Brasilien, Grossbritannien und Südostasien. Rückgänge gab es bei Gästen aus den Golfstaaten, China und den USA.

Forderung nach besseren Bedingungen
Neben der Bilanz setzte der Verband politische Akzente. HotellerieSuisse Ticino verlangt gleiche Regeln für alle Anbieter, hohe Standards sowie weniger Bürokratie. Unter dem Titel Ticino 365 wirbt der Verband zudem für mehr Attraktivität ausserhalb der Hauptsaison. Davon sollen Betriebe, Beschäftigung und regionale Wertschöpfung profitieren.

HotellerieSuisse Ticino zählt aktuell 257 Mitglieder. Darunter sind 143 Hotels und 62 Restaurants. Im Vorjahr waren es insgesamt 247 Mitglieder. (mm)