Als Elina Jungo und Josephine Winkler von COM.CIERGE zum ersten Mal für eine Revenue-Analyse in der Blume Baden vor Ort waren, stand nicht zuerst die Präsentation im Mittelpunkt, sondern das Gespräch. Wie wird Nachfrage heute gesteuert? Wo entstehen Unsicherheiten in der Preisgestaltung? Und welche Strukturen braucht es, um Potenzial gezielter zu nutzen?
Für Patrik Erne, Direktor der Blume Baden, war klar: Als Stadtbetrieb verfügt das Haus über ein stabiles und gut planbares Nachfrageprofil. Gleichzeitig zeigte sich, dass Systeme, Preislogik und operative Steuerung noch besser aufeinander abgestimmt werden können. Gemeinsam mit COM.CIERGE wurde deshalb genauer analysiert, an welchen Stellen zusätzliche Potenziale liegen und wie diese mit mehr Struktur, klareren Werkzeugen und einem stärkeren Fokus gezielter genutzt werden können. Besonders im Zusammenspiel von Corporate-Geschäft und Individualgästen sowie zwischen Wochenenden und Wochentagen wurde sichtbar, wo Optimierungen Wirkung entfalten können.
Gemeinsam mit dem Team der Blume Baden identifizierte COM.CIERGE die wichtigsten Handlungsfelder und übersetzte sie in konkrete Massnahmen. Ein zentraler Hebel war die Neustrukturierung der Zimmersegmentierung: Die historisch gewachsene Kategorisierung wurde reduziert und neu geordnet, um eine klare Angebotslogik zu schaffen. Dadurch entstand eine verständlichere Buchungslogik- und damit die Grundlage für eine differenziertere Preisgestaltung.
Der entscheidende Wandel: Die Blume Baden reagiert heute nicht mehr nur auf Nachfrage, sondern gestaltet sie aktiv. Preise werden frühzeitig im Markt positioniert, verschiedene Gästegruppen gezielter angesprochen und das Zusammenspiel von Corporate-Geschäft und Individualgästen bewusst gemanagt. Nachfragespitzen werden früh erkannt und mit Mindestaufenthalten oder gezielt gesetzten Preisen genutzt, um Auslastung und Ertrag besser zu steuern.
Was als strukturierte Analyse begann, hat sich zu einem laufenden Mandat entwickelt. COM.CIERGE begleitet die Blume Baden mit regelmässigen Revenue-Meetings, kontinuierlichem Monitoring und praxisnahem Austausch über die Anforderungen des Marktes. Revenue Management ist damit nicht nur ein Werkzeug, sondern Teil der operativen Denkweise geworden:
«Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, überprüft und datenbasiert weiterentwickelt», sagt Patrik Erne.
Die Wirkung ist spürbar. Die Blume Baden profitiert von einer klareren Preispositionierung über die Woche hinweg und von mehr Sicherheit im Umgang mit Nachfrage und Preisen. Auch über den Beherbergungsbereich hinaus zeigte sich der Mehrwert der Zusammenarbeit: Im Restaurantbetrieb banden manuelle Tischreservationen täglich Zeit und Ressourcen. COM.CIERGE begleitete deshalb auch die Evaluation und Einführung einer integrierten Reservationslösung.
Die Zusammenarbeit zwischen der Blume Baden und COM.CIERGE zeigt, wie viel möglich wird, wenn Erfahrung, Marktverständnis und die richtigen Systeme zusammenkommen. Denn nachhaltiger Erfolg entsteht dort, wo Nachfrage nicht nur beobachtet, sondern aktiv gestaltet wird.