Am 9. Oktober wurde im Schulhotel Regina in Matten bei Interlaken ein letztes Mal gemeinsam angestossen. Nach mehr als 40 Jahren als Ausbildungsstätte schliesst das traditionsreiche Haus seine Türen. Seine Geschichte reicht weit zurück: Einst als Grandhotel Jungfraublick geführt, wurde das Regina zu einem prägenden Ausbildungsort der Schweizer Hotellerie. Tausende junge Menschen haben hier ihre ersten beruflichen Erfahrungen gesammelt.
«Gastfreundschaft muss man erleben, damit man sie lernen kann», sagte HotellerieSuisse-Präsident Martin von Moos an der Abschiedsfeier. Diese Verbindung von Theorie und Praxis habe das «Regina» über Jahrzehnte verkörpert. Die Nachwuchsförderung bleibe auch künftig eine zentrale Aufgabe des Verbands.
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Ein neuer Bildungsstandort in Thun
Mit der Schliessung des «Regina» verlagert sich die Ausbildung auf den neuen Campus der Hotelfachschule Thun. «Wir nehmen vor allem viel Wertvolles mit», sagt Raphaëlapha Gaudart, Schulleiter der Hotelfachschule Thun. Er verweist auf die Erfahrung und Leidenschaft der Mitarbeitenden und Lehrpersonen. Der neue Campus soll den Austausch zwischen Lernenden, Studierenden und erfahrenen Berufsleuten stärken. «Wir schaffen einen Ort, an dem Menschen voneinander und miteinander lernen.»
Auch die Stiftung Tschumi, Eigentümerin des «Regina», hält an ihrem Bildungsauftrag fest. «Wir fördern Menschen, nicht Gebäude», betonte Stiftungspräsidentin Brigitte Berger Kurzen. Der Hotelbesitz habe stets dazu gedient, den Schulhotelbetrieb zu ermöglichen, sei aber nie Selbstzweck gewesen.
Das Regina wird verkauft
Mit dem Umzug nach Thun wird das Gebäude für die Ausbildung nicht mehr benötigt. Die Stiftung Tschumi plant deshalb den Verkauf des traditionsreichen Hauses. Die Mittel sollen künftig gezielt in die Förderung junger Talente und die Unterstützung von Ausbildungsbetrieben fliessen.
Wie das «Regina» künftig genutzt wird, ist noch offen. Während in Interlaken ein Kapitel der Hotellerieausbildung endet, beginnt in Thun ein neues. HotellerieSuisse, die Hotelfachschule Thun und die Stiftung Tschumi setzen weiterhin auf die Förderung des Berufsnachwuchses.
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